Cyberangriff führt zu Chaos an europäischen Flughäfen: Geduld der Passagiere auf die Probe gestellt
Wegen eines weitreichenden Cyberangriffs sind Reisende am Berliner Flughafen BER sowie an weiteren bedeutenden Flughäfen in Europa mit Verzögerungen und längeren Wartezeiten konfrontiert. Hauptursache sind Herausforderungen bei der Gepäckabgabe und dem Einchecken, die teils sogar zu gestrichenen Flügen führen. Die bisherigen Maßnahmen des Flughafens, gemeinsam mit den betroffenen Airlines und Bodenverkehrsdiensten, zielen darauf ab, die Störungen zu minimieren und den Flugbetrieb so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Erste positive Fortschritte sind dabei bereits erkennbar. Trotz der technischen Widrigkeiten laufen die Prozesse in den Terminals mittlerweile ruhiger und flüssiger ab. Passagieren wird jedoch dringend geraten, verstärkt auf digitale Check-in-Möglichkeiten und Gepäckabgabesysteme zurückzugreifen, um zusätzliche Wartezeiten bestmöglich zu umgehen. Die ungewöhnliche Situation führte am Wochenende dazu, dass zahlreiche Flugverbindungen ausfielen oder verspätet starteten, wobei die Verspätungen in der Regel unter 45 Minuten blieben. Das Bodenpersonal sah sich teils mit ungewohnten manuellen Verfahren konfrontiert, da Computer und Systeme nicht verfügbar waren.
Hintergrund ist ein Cyberangriff, der auf einen Dienstleister abzielt und dessen Konsequenzen weitreichend zu spüren sind. Neben Berlin sind auch Brüssel, Dublin und London Heathrow betroffen, die alle mit Einschränkungen kämpfen. Die Flugsicherungseinheit Eurocontrol bestätigte die IT-Probleme, die auf ein technisches Unternehmen zurückzuführen sind. Laut Angaben der Flughäfen Berlin und London Heathrow ist speziell die RTX-Tochter Collins Aerospace in den Vorfall involviert.

