„Crypto Bros“ im Visier von Großbritanniens Steueraktion

Neue Melderegelungen, die im Januar 2026 in Kraft treten sollen, zielen auf Krypto-Investoren in Großbritannien ab, da die Regierung ihre Steuererhebung verstärkt.
Der neue Rahmen der britischen Steuerbehörde (His Majesty's Revenue and Customs) richtet sich ausdrücklich gegen „steuerhinterziehende Crypto Bros“. Das Finanzmedium Money Week berichtete dies in dieser Woche.
Die Regierung behauptet, dass ihre Kassen durch diesen jüngsten Steuerzugriff in den nächsten fünf Jahren mit £315 Millionen ($428Millionen) gefüllt werden.
Unmengen persönlicher Daten
Kryptobörsen und Dienstleister müssen die vollständigen persönlichen Daten und Transaktionszusammenfassungen der Nutzer sammeln und an die Steuerbehörde melden, andernfalls drohen ihnen Bußgelder von bis zu £300 ($407) pro Nutzer. Auch Investoren, die die strengen Meldeanforderungen nicht einhalten, können bestraft werden.
Krypto-Besitzer müssen Angaben zu ihrem vollständigen Namen, ihrer Adresse, ihrem Geburtsdatum, ihrem Steuerwohnsitz, ihrer Nationalversicherungsnummer (ähnlich der Sozialversicherungsnummer) und eine Zusammenfassung ihrer Krypto-Transaktionen machen.
Die Steuerbehörde wird die Daten nutzen, um festzustellen, ob Krypto-Investoren den korrekten Betrag an Steuern auf ihre Gewinne gezahlt haben.
Exchequer Secretary to the Treasury, James Murray, sagte, die neuen Regeln zeigen, dass die Regierung „schneller und weiter geht, um Steuerhinterzieher zu bekämpfen“ und das Steuerloch zu schließen. Weiter fügte er hinzu, dass sie „dafür sorgen wird, dass Steuerhinterzieher keinen Ort zum Verstecken haben, und damit die notwendigen Einnahmen zur Finanzierung unserer Krankenschwestern, Polizisten und anderer wichtiger öffentlicher Dienste einzutreiben.“
„I urge all crypto asset users to check the details you will need to give your provider. Taking action now and having this information to hand will help you avoid penalties in the future,“ warned Jonathan Athow, director general for customer strategy and tax design at HMRC.
HMRC auch stated that it will „share your information with your country's tax authority“ for those who use crypto exchanges outside of the UK.
Andere Länder führen ebenfalls Crypto Asset Reporting Frameworks (CARFs) ein, damit ihre Steuerbehörden Informationen über digitale Asset-Investoren austauschen können.
Krypto ist „Eigentum“
Im September 2024 führte die britische Regierung das „Property (Digital Assets) Bill“ ein, das bedeutet, dass digitale Bestände, einschließlich Krypto-Assets und nicht-fungibler Token (NFTs), unter dem Gesetz als persönliches Eigentum betrachtet werden können.
Dies gab der Regierung auch mehr Spielraum, um Kapitalertragssteuern auf digitale Vermögenswerte zu erheben.

