Continental im Aufschwung: Neue Perspektiven durch Spaltung und Umstrukturierungen
Die Aktien der Continental verzeichneten am Montag einen Anstieg von 2,2 Prozent auf 74,46 Euro, was sie über die Entwicklung des Dax hinaushob. Dieser Aufschwung erfolgte im Vorfeld der bevorstehenden Abspaltung des Autozuliefergeschäfts, das unter dem Namen Aumovio firmieren wird. Erwann Dagorne, Analyst bei Barclays, wies auf die erhebliche Unterbewertung des verbliebenen Gesamtkonzerns hin und setzte ein Kursziel von 100 Euro – in Übereinstimmung mit der UBS. Sowohl Aumovio als auch die künftige Continental versprechen aus Anlagesicht interessante Zukunftsaussichten.
Der geplante Umbau gilt als der größte seit Jahrzehnten und soll die unter dem bisherigen Konglomeratsabschlag verborgenen Werte des Unternehmens freilegen. Erwann Dagorne erinnerte zudem daran, dass mit dem Vollzug der Aumovio-Abspaltung auch der Verkauf des ContiTech-Geschäftsbereichs „Original Equipment Solutions“ (OESL) an das Unternehmen Regent finalisiert werden soll. Auf lange Sicht steht auch der Verkauf des restlichen ContiTech-Geschäfts im Raum, womit sich Continental klarer als Spezialist im Reifensegment positionieren will.
Gleichwohl bleiben die Conti-Aktien im Jahr 2025 mit einem Plus von 15 Prozent hinter dem Dax zurück, der nahezu eine 20-prozentige Steigerung verzeichnet. Diese Entwicklungen bieten Anlegern somit sowohl Herausforderungen als auch Chancen, die sich in der Neuformierung des Traditionsunternehmens widerspiegeln.

