Commerzbank überrascht mit starkem Start in 2024 – Abwehrkampf gegen Unicredit intensiviert sich
Die Commerzbank hat mit einem beeindruckenden Quartalsgewinn von 834 Millionen Euro das beste Ergebnis seit 2011 eingefahren und setzt damit ein deutliches Zeichen im Kampf gegen die Übernahmeambitionen der italienischen Unicredit. Trotz hoher Belastungen durch den Stellenabbau und gestiegene Personalkosten gelang es der Bank, ihre Gewinnziele nicht nur zu erreichen, sondern sogar zu übertreffen.
Die solide Performance im Tagesgeschäft half der Commerzbank dabei, die Herausforderungen der Kostenstruktur zu kompensieren. Vorstandschefin Bettina Orlopp hält an ihrer Prognose eines Jahresgewinns von 2,4 Milliarden Euro fest und strebt, ohne Sonderbelastungen, sogar 2,8 Milliarden Euro an.
Trotz des geplanten Abbaus von 3.900 Vollzeitstellen, von denen 3.300 in Deutschland liegen, bleibt das globale Personalniveau stabil. Der Abbau der kostenintensiven Stellen ist Teil der Strategie, um die Rentabilität der Bank zu steigern und die Aktionäre zu halten. Dies ist besonders wichtig, um die Investitionen der Unicredit in die Commerzbank im Zaum zu halten.
Im Vorjahr lag der Gewinn der Bank bei 747 Millionen Euro, was den diesjährigen Fortschritt noch eindrucksvoller macht. Der Rekordgewinn von 2024 in Höhe von 2,7 Milliarden Euro spricht für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie.
Die Unicredit, unter der Leitung von Andrea Orcel, bemüht sich weiterhin, Einfluss auf die Commerzbank zu nehmen. Jedoch trifft ihr Vorhaben auf erheblichen Widerstand seitens der Commerzbank-Führung und der Arbeitnehmervertreter, die die Übernahme konsequent ablehnen.
Der deutsche Staat, der noch einen Anteil von über zwölf Prozent hält, steht ebenfalls der Idee einer Übernahme skeptisch gegenüber. Auf der Hauptversammlung in Wiesbaden, geplant für den kommenden Donnerstag, wollen der Gesamtbetriebsrat und die Gewerkschaft Verdi ihre Opposition gegen die Aufnahme der Commerzbank in die Unicredit erneut bekräftigen.

