Chinesische Online-Händler erobern den deutschen Markt
Der deutsche E-Commerce-Sektor erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung, angeführt von chinesischen Online-Händlern wie Temu, Shein und AliExpress. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) hat enthüllt, dass im vergangenen Jahr jede 15. Bestellung über eine dieser asiatischen Plattformen erfolgte, was einem bedeutenden Anteil von rund einem Drittel des Gesamtkonjunkturwachstums der Branche entspricht.
Die gesamte Branche verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatz von etwa 83,1 Milliarden Euro im Internet, was einem Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insbesondere der Bekleidungssektor blieb mit einem Umsatzanteil von fast 25 Prozent der dominierende Marktführer.
Interessanterweise verzeichneten Plattformen chinesischer Herkunft trotz ihrer günstigen Preise einen verhältnismäßig kleinen Umsatzanteil. Dennoch stieg ihr Marktanteil mit einem beeindruckenden Wachstum von 27,1 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, was sie deutlich schneller wachsen ließ als andere Marktplätze.
Ein weiteres bemerkenswertes Phänomen ist der wachsende Markt für den Handel mit gebrauchten Gegenständen, der fast 14 Prozent des gesamten Wachstums ausmacht. Diese Entwicklung wird als vielversprechend angesehen, könnte sich jedoch nur unter Berücksichtigung geeigneter politischer Rahmenbedingungen fortsetzen. Diese müssen die spezifischen Anforderungen des Handels mit Gebrauchtgütern berücksichtigen.

