Chinas Military-Übungen um Taiwan verstärken Spannungen in Asien

China hat seine groß angelegten Militärmanöver rund um Taiwan mit weiteren Übungen am zweiten Tag fortgesetzt, die Raketen und scharfe Munition einbezogen. Das chinesische Militär führte dabei Schießübungen und simulierte Angriffe über lange Distanzen durch, an denen Heer, Marine, Luftwaffe und Raketentruppen beteiligt waren.
Schiffe wie Zerstörer, Fregatten und amphibische Angriffsschiffe sowie Kampf- und Bomberflugzeuge wurden rund um Taiwan eingesetzt. Des Weiteren fanden Übungen zur Einnahme strategisch wichtiger Häfen statt. Laut taiwanischem Verteidigungsministerium feuerte die Volksbefreiungsarmee Langstreckenartillerie aus der Provinz Fujian ab, die in vordefinierten Zonen nahe der 24-Seemeilen-Grenze vor Taiwan einschlugen.
Taiwan warf China 'provokative und rücksichtslose' Handlungen vor, die die Stabilität in der Region gefährden. Die Manöver stellen laut Taipeh ein erhebliches Risiko für Sicherheit, Handel und Flugrouten dar. Innerhalb eines Tages wurden 130 Einsätze chinesischer Militärflugzeuge und Drohnen registriert – ein Höchstwert, der nur im Oktober 2024 während eines anderen Manövers übertroffen wurde.
Neben den Luftübungen wurden 14 chinesische Kriegsschiffe sowie mehrere staatseigene Schiffe und ein Höhenballon gesichtet. Das Manöver mit dem Codenamen 'Mission Gerechtigkeit 2025' soll eine Warnung an separatistische Tendenzen in Taiwan sein.
Das Manöver folgt auf die Genehmigung von US-Waffenlieferungen an Taiwan, was Peking als Provokation wertet. Zugleich verkomplizieren sich die Beziehungen zu Japan, das die Sicherheit Taiwans mit seiner eigenen gleichsetzt. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht, die Insel notfalls militärisch einzugliedern.

