Chinas Außenhandel übertrifft Erwartungen trotz Einbrüchen im USA-Geschäft
Chinas Export- und Importzahlen haben sich im September unerwartet positiv entwickelt. Laut Angaben der Zollbehörde in Peking stiegen die Exporte, in US-Dollar gemessen, um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Einfuhren erhöhnten sich parallel um 7,4 Prozent. Insgesamt erreichte der Handelsüberschuss etwa 90,45 Milliarden US-Dollar, was umgerechnet rund 77,8 Milliarden Euro entspricht. Damit hat der chinesische Außenhandel die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen, die lediglich mit einem Anstieg der Exporte von 6 Prozent und einem bescheidenen Zuwachs bei den Importen von 1,5 Prozent gerechnet hatten.
Trotz dieser positiven Gesamtergebnisse bleibt der Handel mit den USA eine Herausforderung. Die Exporte in die Vereinigten Staaten fielen um erhebliche 27 Prozent, während die Importe um 16,1 Prozent zurückgingen, was den Einfluss des anhaltenden Handelsstreits unterstreicht. Als Reaktion richten sich Chinas Exporte zunehmend auf alternative Märkte in Südostasien und Afrika.
Doch nicht nur der USA-Handel sorgt für gemischte Gefühle. Der deutsche Markt verzeichnete im September einen Exportzuwachs von 10,9 Prozent, während die Importe aus Deutschland nur leicht um 1,8 Prozent stiegen. Obwohl dies Wachstumsimpulse zeigt, bleibt die Nachfrage in China im Verhältnis zum Angebot gering, was in vielen Branchen zu intensiven Preiskämpfen führt und die Gewinnmargen der Unternehmen belastet.

