China offenbart militärische Muskelspiele um Taiwan – Spannungen drohen
China hat erneut ein umfassendes Militärmanöver rund um Taiwan initiiert, das unter dem Namen "Mission Gerechtigkeit 2025" firmiert. Die militärischen Übungen, die laut Xinhua von Patrouillen, Blockaden von Häfen bis hin zur Erlangung der Luftherrschaft reichen, stellen eine klare Machtdemonstration dar. Dieses bislang umfangreichste Manöver seit April erfolgt nach jüngsten Spannungen mit den USA, die durch die kürzliche Ankündigung eines umfassenden Waffendeals zwischen Washington und Taipeh weiter angeheizt wurden.
Taiwans Verteidigungsministerium berichtet von einer massiven Präsenz chinesischer Streitkräfte, darunter 89 Militärflugzeuge, Drohnen sowie eine Armada von Schiffen. Dabei handle es sich um eine "ernste Warnung" an sogenannte "separatistische" Kräfte, so ein Sprecher der chinesischen Armee. Zusätzliche Schießübungen in ausgewiesenen Gebieten sind für die kommenden Tage geplant, was bereits am Dienstag zu erheblichen Einschränkungen im internationalen Flugverkehr führen soll.
Peking betont die Übungen als eine notwendige Maßnahme zur Wahrung seiner Souveränität und verweist auf die Gefahren externer Unterstützung für Taiwan. Die Folgen sind bereits spürbar: Mehr als 100.000 Passagiere und zahlreiche Inlandsflüge sind von den chinesischen Militäraktivitäten betroffen. Taiwans Regierung verurteilt das Vorgehen Chinas aufs Schärfste und spricht von einer erheblichen Bedrohung für die regionale Stabilität sowie einen Affront gegen das internationale Recht.
Inmitten dieser Spannungen bleibt Taiwan wachsam und vorbereitet. Die Inselrepublik mit ihrer demokratisch gewählten Regierung setzt auf internationaler Unterstützung, während sich Chinas Bestreben, Taiwan zu annektieren, vor allem durch Drohgebärden am Leben gehalten wird.

