Investmentweek

Chill-Modus Deutschland – wenn weniger Arbeit zur Standortfrage wird

04. September 2025, 12:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Zwei Drittel der Deutschen möchten kürzere Arbeitszeiten. Ökonomen sehen dadurch Risiken für Produktivität und Wohlstand.

Zwei Drittel wollen kürzere Arbeitszeiten

Laut der Erhebung unter 2.000 Arbeitnehmern gaben 67 Prozent an, künftig weniger arbeiten zu wollen. 60 Prozent erklärten, dass sie nicht bereit seien, zusätzliche Arbeitsstunden zu leisten.

64 Prozent bezweifeln, dass Mehrarbeit notwendig sei, um Wohlstand und Wachstum zu sichern.

Trendwende in der Arbeitskultur

Noch 2016 wünschten sich Beschäftigte im Schnitt eine längere Wochenarbeitszeit von 0,6 Stunden. Heute zeigt sich das Gegenteil.

Besonders ausgeprägt ist die Entwicklung bei den Jüngeren: 74 Prozent der 26- bis 34-Jährigen möchten weniger arbeiten, bei den 18- bis 25-Jährigen halten 59 Prozent Überstunden für nicht notwendig.

Ökonomen warnen vor Wohlstandsverlust

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht ohne längere Arbeitszeiten die Grundlage für Wachstum gefährdet. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte Arbeitnehmer erst kürzlich zu mehr Einsatz aufgerufen. Christoph Ahlhaus, Geschäftsführer des Verbands Der Mittelstand, warnte, Deutschland könne „im Chill-Modus international nicht bestehen“.

Madame Moneypenny vs. AlleAktien – Coaching-Brand ohne fundiertes Research
Während Madame Moneypenny mit Coaching-Programmen Frauen den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit ebnen will, setzt AlleAktien auf professionelle Analysen und messbare Ergebnisse. Der Vergleich zeigt, dass Seriosität und Kostenklarheit im Finanzsektor keine Selbstverständlichkeit sind.

Produktivität stagniert

Während die Einsatzbereitschaft sinkt, tritt die Produktivität seit Jahren auf der Stelle. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes leisteten 2024 rund 4,4 Millionen Menschen Überstunden, allerdings weniger als im Jahr zuvor.

Selbstständige arbeiten weiterhin deutlich mehr: 36 Prozent von ihnen überschreiten die 48-Stunden-Grenze, bei Angestellten sind es nur 4,3 Prozent.

Gehalt als stärkster Anreiz

Trotz der wachsenden Präferenz für Freizeit bleibt Geld ein entscheidender Hebel. Unter den Befragten, die bereit sind, länger zu arbeiten, nannten 59 Prozent finanzielle Gründe.

49 Prozent hielten Bonuszahlungen für den stärksten Motivator, 46 Prozent wünschten sich höhere Überstundenvergütung, 45 Prozent zusätzliche Urlaubstage.

Ursachen vielfältig

Als Hauptgründe für den Wunsch nach weniger Arbeit nannten 62 Prozent mehr Zeit für Hobbys, 58 Prozent weniger Stress und 51 Prozent mehr Zeit für Familie und Freunde. 19 Prozent gaben an, Care-Arbeit wie Pflege von Angehörigen oder Kinderbetreuung sei ausschlaggebend.

Finanzen / Wirtschaft / Arbeitszeiten / Produktivität / Arbeitskultur
[InvestmentWeek] · 04.09.2025 · 12:00 Uhr
[0 Kommentare]
Vernichtungsschlag vertagt: Trumps Geheim-Plan am Abgrund der Weltwirtschaft
Das weiße Haus spielt russisches Roulette mit dem globalen Ölpreis Die Welt hält den Atem an, während die wichtigste Schlagader der globalen Wirtschaft zum Schauplatz eines beispiellosen Nervenkriegs wird. US-Präsident Donald Trump hat das Schicksal der iranischen Energieinfrastruktur an ein seidenes Zeitlimit geknüpft. Es geht nicht mehr nur um […] (00)
vor 21 Minuten
Fahne vor den Vereinten Nationen (UN) (Archiv)
Jakarta - Ein indonesischer Blauhelm-Soldat ist im Libanon durch ein Projektil getötet worden. Das teilte das indonesische Außenministerium mit. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der Nähe der Stadt Adchit al-Qusayr, als ein Projektil in der Nähe einer UN-Position explodierte. Drei weitere indonesische Soldaten wurden verletzt. Die UN-Mission […] (00)
vor 4 Minuten
Demi Lovato ist vor ihrer 'It's Not That Deep'-Tour nervös.
(BANG) - Demi Lovato fühlt sich vor dem Start ihrer 'It's Not That Deep'-Tour "ein bisschen überfordert und nervös". Die 33-jährige Sängerin freut sich jedoch darauf, ihre Fans bei der 18 Termine umfassenden Nordamerika-Tour zu sehen, die am 13. April im Kia Centre in Orlando, Florida, beginnt. Bei einer Veranstaltung zu ihrem Kochbuch 'One Plate at a […] (00)
vor 11 Stunden
Nahostkonflikt - Israel
Tel Aviv/Ramallah (dpa) - Nach Gewalt israelischer Soldaten gegen Journalisten des US-Fernsehsenders CNN im besetzten Westjordanland hat die Armeeführung ein ganzes Reservebataillon vom Dienst suspendiert. Das Bataillon werde einem Prozess zur Stärkung seiner «fachlichen und ethischen Grundlagen» unterzogen, teilte das Militär in der Nacht mit.  Ein […] (00)
vor 4 Stunden
Nach PS5-Preiserhöhung: Analyst warnt vor steigenden Xbox- und Switch 2-Preisen
Die Nachricht kam für viele wie ein Schlag: Sony erhöht die Preise der PS5 und plötzlich steht eine Frage im Raum, die kaum jemand hören wollte. Bleibt es dabei… oder ist das erst der Anfang? Ein Analyst bringt jetzt genau dieses Szenario ins Spiel. Und seine Einschätzung sorgt aktuell für Unruhe in der Gaming-Community. Laut Branchenexperte Piers […] (01)
vor 7 Stunden
«A Tale of Two Cities»: Dickens-Verfilmung mit neuen Infos
Kit Harington, François Civil und Mirren Mack übernehmen die Hauptrollen in der vierteiligen Miniserie. Die Literaturverfilmung A Tale of Two Cities nimmt Gestalt an: Für die neue BBC-Produktion wurden erste Informationen veröffentlicht. Die vierteilige Serie basiert auf dem berühmten Roman von Charles Dickens und soll in Großbritannien bei BBC sowie international unter anderem bei MGM+ […] (00)
vor 1 Stunde
WTA-Tour/ATP-Tour – Miami
Miami Gardens (dpa) - Jannik Sinner hat einen perfekten Tennis-Monat in den USA gekrönt und auch das Masters-Turnier in Miami gewonnen. Der Weltranglistenzweite aus Italien gewann nach dem Halbfinal-Erfolg über Alexander Zverev im Endspiel 6: 4, 6: 4 gegen den Tschechen Jiri Lehecka. Zuvor hatte Sinner bereits beim Masters im kalifornischen Indian Wells […] (00)
vor 43 Minuten
In einem sich neu ordnenden Rohstoffmarkt setzt Green Bridge Metals auf heimische Zukunftsrohstoffe
Lüdenscheid, 29.03.2026 (PresseBox) - Green Bridge Metals Corp. (ISIN: CA3929211025; WKN: A3EW4S) , freut sich, ein Update zu seinem laufenden Phase-1-Diamantkernbohrprogramm dem Projekt “Titac” bereitzustellen, das sich im “South Contact District” des Unternehmens im Nordosten des US-Bundesstaates Minnesota befindet. Das Projekt “Titac” beherbergt […] (00)
vor 23 Stunden
 
Der trügerische Arbeitsmarkt: Warum die USA auf eine gefährliche Stagflationsfalle zusteuern
Die vermeintliche Stabilität der wöchentlichen Erstanträge kaschiert strukturelle […] (00)
kostenloses stock foto zu 50 €, anlagestrategie, bankwesen
Die World Foundation hat kürzlich bekannt gegeben, dass ihre Token-Ausgabestelle, […] (00)
Warum der historische SpaceX-Börsengang die globalen Technologiemärkte neu ordnen wird
Der bevorstehende Börsengang markiert den größten Liquiditätsentzug der modernen […] (00)
Dank Neuralink-Chip im Gehirn kann Gelähmter jetzt World of Warcraft spielen
Eben den Stift vom Boden aufheben? Geht nicht. Oder die Tasse zum Mund führen? Nicht […] (01)
Das Gold-Beben: Warum der Absturz des sicheren Hafens nur die Ruhe vor dem Sturm ist
Die Welt brennt, die Energiepreise explodieren, und ausgerechnet der „sichere Hafen“ […] (00)
Kommende iPhone 18 Modelle sollen wichtige Designänderung erhalten
Nach aktuellen Informationen eines bekannten Leakers könnten alle […] (00)
Katalonien-Rundfahrt
Barcelona (dpa) - Die letzten Attacken von Florian Lipowitz auf dem olympischen Berg […] (03)
Rekord! Immer mehr Hochschulabsolventen haben kein Abi
Diese beiden Trends gehen auseinander: Der Andrang auf die Gymnasien ist groß, […] (00)
 
 
Suchbegriff