CDU vollzieht Kehrtwende bei Schuldenbremse
In einer überraschenden Wendung hat CDU-Chef Friedrich Merz auf einem Kleinen Parteitag in Berlin die Entscheidung seiner Partei verteidigt, die Schuldenbremse im Zuge der zukünftigen schwarz-roten Koalition zu lockern. Der Schritt erfolgt trotz des deutlichen Widerstands aus den eigenen Reihen und der vorherigen ablehnenden Haltung der Union zu diesem Thema. Merz räumte ein, dass er die Enttäuschung vieler Anhänger nachvollziehen könne, betonte jedoch, dass die geopolitische Lage und Risiken in der transatlantischen Partnerschaft dringendes Handeln erforderlich machten.
Merz sprach von einer "Führungsentscheidung", die gemeinschaftlich getroffen wurde. Er selbst habe für diesen Weg einen "hohen Kredit" aufgenommen, der zurückgezahlt werden müsse. Die CDU steht nun vor der Aufgabe, diesen Richtungswechsel als eine weitsichtige Entscheidung zu rechtfertigen.
Zwischen CDU, CSU und SPD wurde vereinbart, dass die Schuldenbremse im Grundgesetz speziell für Verteidigungsausgaben gelockert werden soll. Darüber hinaus soll ein schuldenfinanziertes Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro zur Verbesserung der Infrastruktur geschaffen werden, eine Maßnahme, die vor der Wahl noch auf Ablehnung gestoßen war.

