CDU startet mit ehrgeiziger "Agenda 2030" in den Wahlkampf
Die CDU steht unter Druck: Angesichts stagnierender Umfragewerte setzt Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz auf eine "Agenda 2030" zur Belebung der deutschen Wirtschaft. Der CDU-Chef betont, dass eine florierende Wirtschaft essentiell für eine tragfähige Sozial- und Umweltpolitik sei. Mit einem ambitionierten Ziel von zwei Prozent Wachstum möchte Merz in den kommenden Wochen die Wählerschaft überzeugen.
Im Rahmen einer Vorstandsklausur in Hamburg wurde ein wegweisendes Konzept für die "Agenda 2030" verabschiedet. Die CDU plant eine vierstufige Steuerreform ab 2026, um die Steuerlast zu senken und die Einkommensschwellen anzupassen. Weiterhin soll der Solidaritätszuschlag abgeschafft und das Bürgergeld zu einer "Neuen Grundsicherung" umgestaltet werden. Dies, betont Generalsekretär Carsten Linnemann, ziele darauf ab, die breiten und mittleren Einkommen zu entlasten.
Während der Deutsche Gewerkschaftsbund mit Skepsis auf die Pläne reagiert und mögliche Nachteile für Beschäftigte betont, enthält die Agenda laut Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, durchaus intelligente Ansätze. Dennoch bleiben erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit des angestrebten Wirtschaftswachstums.
Die Umfragen sehen CDU und CSU stabil bei rund 30 Prozent, mit Potenzial nach oben, wie Merz einräumt. Der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther rät der Union zur Konzentration auf den Wahlkampf, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.
Interessanterweise zieht Grünen-Kandidat Robert Habeck in der Kanzlerfrage mit Merz gleich, während Bundeskanzler Olaf Scholz und AfD-Kandidatin Alice Weidel zurückfallen.
Begleitet von Hamburger Hafenromantik, besuchte Merz im Rahmen seines Aufenthalts eine spezielle Firma sowie Kandidatinnen und Mandatsträgerinnen. Dabei ließ er die Gelegenheit nicht aus, sich von einem Feuerlöschboot beeindrucken zu lassen und sich den Hamburger Charme bei einem Fischbrötchen schmecken zu lassen.

