CDU-Frauen-Union fordert erweiterte Beteiligung von Frauen im Wehrdienst
Die Frauen-Union der CDU macht sich für eine bedeutende Neuerung im Wehrdienst stark: Sie drängt darauf, dass der erst kürzlich eingeführte freiwillige Wehrdienst durch eine verpflichtende Teilnahme von Frauen beim Ausfüllen des neuen Fragebogens ergänzt wird. Bisher war die Auskunftspflicht, die allen 18-Jährigen zugeht, lediglich für Männer obligatorisch; Frauen durften bisher nach eigenem Ermessen entscheiden, ob sie teilnehmen.
Der erweiterte Fragebogen soll zudem nicht nur die Bereitschaft zum Wehrdienst abfragen, sondern auch ein Interesse an sozialen oder zivilen Diensten wie etwa in der Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe oder im Katastrophenschutz aufzeigen. Diese Informationen sollen dann an Organisationen wie das Technische Hilfswerk oder das Deutsche Rote Kreuz weitergeleitet werden, um gezielt potenzielle Freiwillige zu gewinnen.
Die Einführung des freiwilligen Wehrdienstes zum Jahresbeginn 2026 steht damit auf dem Prüfstand. Sollte es der Bundeswehr nicht gelingen, über den Fragebogen ausreichend Freiwillige zu rekrutieren, erwägt die schwarz-rote Koalition eine Bedarfswehrpflicht einzuführen. Die Frauen-Union der CDU fordert in diesem Fall bereits jetzt Vorbereitungen zur Einführung eines Ersatzdienstes zu treffen und diesen durch entsprechende Soldanreize attraktiv zu gestalten.

