Catherine Connolly zur Präsidentin Irlands gewählt: Ein neues Kapitel für die grüne Insel
Irland hat mit Catherine Connolly eine neue Präsidentin gewählt, die von einem Linksbündnis unterstützt wird. Mit einem beeindruckenden Wahlergebnis von 63 Prozent der Stimmen setzte sie sich gegen ihre Konkurrentin Heather Humphreys von der Fine Gael Partei durch. Connolly betonte in ihrer Dankesrede ihre Absicht, eine Präsidentin des Zuhörens und der Reflexion zu sein, die sich besonders in den Bereichen Neutralität und Klimawandel einsetzen wird.
Der Wahlausgang war schon früh abzusehen, denn Humphreys erkannte Connollys Sieg bereits an, als das Endergebnis noch nicht bestätigt war. Auch Premierminister Micheal Martin gratulierte Connolly bereits vor der offiziellen Bekanntgabe, was von der hohen Siegessicherheit zeugt. Connolly wird nach Mary Robinson und Mary McAleese die dritte Frau an der Spitze Irlands und tritt in die Fußstapfen von Michael D. Higgins.
Trotz ihrer Unterstützung durch prominente linke Parteien, ist Connolly nicht frei von Kontroversen. Ihre kritischen Vergleiche der deutschen Verteidigungsausgaben sorgten für einige Diskussionen. Zudem wurden viele Stimmzettel aus Protest gegen die fehlende Kandidatenvielfalt ungültig gemacht. Der Wahlkampf war von unerwarteten Wendungen geprägt. Prominente wie Jim Gavin, Michael Flatley und Conor McGregor waren als potenzielle Kandidaten im Gespräch, entschieden sich jedoch schließlich gegen eine Kandidatur.
Das Amt des irischen Präsidenten ist vorwiegend repräsentativ, jedoch von großer moralischer Bedeutung. Es bleibt abzuwarten, wie Connolly in dieser Rolle agieren wird, doch die Erwartungen sind hoch, dass sie die moralische Integrität ihres Vorgängers Higgins fortführen wird.

