Canva steigert Bewertung auf 42 Mrd. Dollar durch Mitarbeiter-Aktienverkauf
Canva, Australiens bekanntestes Designsoftware-Unternehmen, hat mit einem Mitarbeiter-Aktienverkauf seine Bewertung auf 42 Mrd. Dollar angehoben. Käufer sind sowohl bestehende Anteilseigner als auch neue Investoren, darunter JPMorgan Asset Management.
Das Fintech-ähnliche Modell hat sich in kurzer Zeit als eine der wertvollsten australischen Tech-Adressen etabliert, vergleichbar nur mit Atlassian. Canva erzielte zuletzt eine annualisierte Umsatzbasis von 3,3 Mrd. Dollar und erreicht monatlich 240 Mio. aktive Nutzer. Zum Vergleich: Rivale Figma, der kürzlich in den USA an die Börse ging, kam 2023 auf 749 Mio. Dollar Umsatz und 13 Mio. Nutzer. Der IPO machte Figma mit derzeit 34 Mrd. Dollar zum direkten Konkurrenten im globalen Designsoftware-Markt.
Die neue Bewertung liegt deutlich über den 32 Mrd. Dollar, die Investoren Canva noch im Oktober 2024 zugestanden hatten. Sie bringt das Unternehmen wieder auf Schlagdistanz zu seiner Spitzenbewertung von 40 Mrd. Dollar im Jahr 2021, bevor Tech-Werte während der Pandemie abverkauft wurden.
Mitgründer und COO Cliff Obrecht sprach von einem „überwältigenden Vertrauensbeweis“ für das Wachstumspotenzial des Unternehmens. Analysten werten den Schritt als möglichen Vorboten eines Börsengangs in den USA, auf den Canva seit Jahren hinarbeitet. Dafür spricht nicht nur die jüngste Bestellung der ehemaligen Zoom-Finanzchefin Kelly Steckelberg, sondern auch die zunehmende Präsenz des Unternehmens im US-Markt.
Neben Kernfunktionen wie Präsentationen und Webdesign setzt Canva verstärkt auf künstliche Intelligenz. Mit der Übernahme von Leonardo AI, einer Plattform für Bildgenerierung aus Textbefehlen, will das Unternehmen seine Position im wettbewerbsintensiven Softwaremarkt ausbauen.


