Cannabis-Legalisierung: Politische Gespräche aufgrund bedenklicher Entwicklungen gefordert
Die Einführung der Cannabis-Legalisierung zeigt bereits ihre ersten Auswirkungen, und diese scheinen Grund zur Sorge zu geben: In einem Zwischenergebnis wird auf bedenkliche Entwicklungen hingewiesen, die Gesundheitsministerin Nina Warken dazu veranlassen, größeres politisches Augenmerk auf das Thema zu lenken. Die aktuelle Zwischenevaluation des Cannabisgesetzes hat Tendenzen zutage gefördert, die nach Ansicht der CDU-Politikerin nicht ignoriert werden können. Besonders der Anstieg von Gesundheitsproblemen durch Cannabiskonsum und die Erhöhung des THC-Gehalts erfordern eine genauere Betrachtung. Warken betont, dass der momentane Stand der Datenerhebung noch Lücken aufweist, die dennoch keine Entwarnung zulassen.
Nicht nur gesundheitliche Aspekte bereiten Sorgen. Auch Sicherheitsbehörden haben Einwände gegen die gesetzlich erlaubten Besitzmengen und Regelungen geäußert. Diese Bedenken, insbesondere angesichts einer Obergrenze von 25 Gramm und Abstandsregelungen, die schwer zu überwachen sind, verlangen nach weiteren Diskussionen.
Warken kündigt an, dass mögliche Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Koalitionsfraktionen sowie den Sicherheitsbehörden diskutiert werden sollen, um notwendigen Handlungsbedarf zu ermitteln. Nach eineinhalb Jahren seit der teilweise erfolgten Legalisierung in Deutschland zeigt eine erste Auswertung in Berlin die Komplexität der legislativen Umsetzung der Cannabispolitik auf.

