Campact schlägt Alarm: NGOs auch in Deutschland unter Druck
Die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) als Verteidiger demokratischer Werte und des Gemeinwohls gerät zunehmend unter Druck. Diese Sorge äußerte der Vorstand der Kampagnenorganisation Campact, Felix Kolb, anlässlich der Präsentation ihres neuesten Transparenzberichts. In einem Umfeld, das in vielen Ländern bereits als Herausforderung beschrieben wird, erkennt Kolb eine besorgniserregende Tendenz, die nun auch Deutschland erreicht hat.
Campact ist bekannt für seinen Einsatz für Demokratie, soziale Gerechtigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz. Mit aufsehenerregenden Demonstrationen gegen Rechtsextremismus macht die Organisation regelmäßig von sich reden. Doch genau diese Aktivitäten rufen nun Kritiker auf den Plan. Die Organisation sieht sich vermehrt systematischen Angriffen ausgesetzt, die ihre unabhängige Glaubwürdigkeit infrage stellen.
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Kleine Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag zur politischen Neutralität diverser NGOs und deren staatlicher Finanzierung. Diese Umstände werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich NGOs global gegenübersehen, da ihre Arbeit von autoritären Bestrebungen behindert wird.
Campact weist dabei ausdrücklich jegliche Vermutungen zurück, staatlich finanziert zu werden und geht rechtlich gegen Falschbehauptungen vor. Felix Kolb betont, dass der Großteil der finanziellen Mittel des Vereins aus privaten Spenden stammt, wobei im vergangenen Jahr ein Rekord von 24,6 Millionen Euro erzielt wurde, hauptsächlich durch Kleinspenden. Diese Unabhängigkeit versteht die Organisation als wesentlichen Bestandteil ihrer Glaubwürdigkeit und Legitimität im Kampf für das Gemeinwesen.

