Bundeswehr verstärkt Vorkehrungen für neuen Wehrdienst
Die Bundeswehr hat die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze für die militärische Grundausbildung im Vorfeld des neuen Wehrdienstes signifikant aufgestockt. Laut Generalleutnant Robert Sieger, Personalchef der Streitkräfte, stehen nun insgesamt rund 35.000 bis 40.000 Plätze zur Verfügung, was eine deutliche Erhöhung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt.
Diese Plätze sind jedoch nicht ausschließlich für die mindestens 20.000 jungen Menschen vorgesehen, die in diesem Jahr für den neuen Wehrdienst rekrutiert werden sollen. Generalleutnant Sieger hebt hervor, dass auch vermehrt künftige Fach- und Führungskräfte die Grundausbildung durchlaufen werden, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Am jüngsten Donnerstag hat die Bundeswehr die ersten 5.000 Schreiben mit Fragebögen zum Wehrdienst verschickt. Diese gehen an junge Erwachsene des Jahrgangs 2008, die in diesem Jahr volljährig geworden sind. Diese Mitteilungen werden ab Montag bei den Adressaten eintreffen. Der Jahrgang 2008 umfasst insgesamt knapp 700.000 junge Männer und Frauen.
Mit Inkrafttreten des neuen Wehrdienstgesetzes am 1. Januar hat Deutschland auf die Bedrohungen durch Russland und die damit verbundenen neuen Nato-Ziele reagiert. Die aktive Truppe soll demnach von zuletzt mehr als 180.000 auf 260.000 Personen wachsen, während die Reserve 200.000 Frauen und Männer umfassen soll.

