Bundeswehr setzt auf Ariane 6: Neue Satelliten für sichere Kommunikation
Arianespace, der Raketenbetreiber, plant den Start von zwei Bundeswehr-Satelliten mittels der Schwerlast-Trägerrakete Ariane 6. Diese sollen eine sichere militärische Telekommunikation der nächsten Generation garantieren. Die Mission sieht einen Start von Europas Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, vor und wird zwei ältere Modelle ersetzen, deren Einsatzdauer mindestens 15 Jahre beträgt. Ein genaues Startdatum bleibt jedoch ungenannt.
In jüngster Vergangenheit musste Europa häufig auf die Dienste von SpaceX zurückgreifen, um Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Die Ariane 6 bietet nun eine unabhängige Möglichkeit, Satelliten ohne fremde Genehmigungen zu starten, wie Martin Sion, Vorstandschef der Ariane Group, gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" betonte. Die deutsch-französische Ariane Group, ein Joint Venture von Airbus und Safran, verspricht damit einen Schritt in Richtung Unabhängigkeit.
Interessanterweise sieht Arianespace auch militärische Aufträge aus Deutschland als zukünftige Expansion. Neben der Entwicklung der Ariane 6 ist das Unternehmen auch für die Produktion französischer Atomraketen verantwortlich. Mehrere europäische Länder, darunter Deutschland, äußern Interesse an konventionellen ballistischen Raketen. Entscheidungen in solchen Fragen liegen jedoch beim französischen Staat, der die Technologiekontrolle innehat.
Zusätzlich kooperiert das Unternehmen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), um neue Wehrtechnologie zu erforschen, darunter Systeme zur Überwachung von Bewegungen im Weltraum.

