Bundestag winkt Haushalt 2025 durch – Rekordschulden von 140 Milliarden Euro
Neuer Haushalt, neue Schulden: Mit deutlicher Verspätung hat der Bundestag am Donnerstag den Etat für 2025 verabschiedet. Die schwarz-rote Koalition billigte Ausgaben von 502,5 Milliarden Euro – ein Plus von 25 Milliarden gegenüber dem Vorjahr. Finanziert wird das vor allem über neue Kredite: Die Neuverschuldung steigt auf mehr als 140 Milliarden Euro.
Zugleich beschlossen die Abgeordneten endgültig das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz, das bereits von der alten Mehrheit vorbereitet worden war. Allein 2025 sollen daraus 37 Milliarden Euro in Bahn, Verkehr und den Klima- und Transformationsfonds fließen.
Größter Posten bleibt der Sozialetat: 190 Milliarden Euro gehen ans Arbeits- und Sozialministerium, davon 117 Milliarden Euro direkt in die Rentenkassen. Auch die Verteidigungsausgaben klettern kräftig – der Kernetat steigt um fast zehn Milliarden auf 62 Milliarden Euro, dazu kommen weitere 24 Milliarden aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Damit erreicht Deutschland 2025 eine NATO-Quote von 2,4 Prozent.
Bis zur endgültigen Zustimmung des Bundesrats Ende September gilt noch die vorläufige Haushaltsführung. Diese endet dann – allerdings nur kurz: Schon nächste Woche beginnt die Beratung des Haushalts 2026, der noch vor Jahresende beschlossen werden soll.

