Bundestag setzt künftig auch auf Tiktok zur Öffentlichkeitsarbeit
Der Deutsche Bundestag erweitert seine Kommunikationsstrategie und wird fortan auch auf der populären Plattform Tiktok aktiv sein. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner betonte, dass es wenig sinnvoll wäre, das Medium ungenutzt zu lassen, wenn es doch bereits so viele Menschen erreicht. Insbesondere jüngere Zielgruppen informieren sich vermehrt über diese Plattform, während gedruckte Zeitungen bei ihnen an Bedeutung verlieren. Tiktok sei zwar nicht unumstritten, doch solange es nicht verboten ist, sieht Klöckner keinen Grund, sich dort nicht zu engagieren. Die Plattform, die überwiegend für kurze und oft unterhaltsame Videos bekannt ist, birgt auch die Gefahr von Falschinformationen, aber ebenso die Chance, konstruktive Inhalte zu verbreiten. Trotz erheblicher Vorbehalte in Bezug auf Datenschutz und Sicherheitsfragen - das Unternehmen hinter Tiktok, Bytedance, hat tiefe Wurzeln in China - bleibt der politische Anreiz hoch, da die Plattform ein enormes Publikumsinteresse auf sich zieht. Allein in Deutschland verzeichnete Tiktok im letzten Jahr laut dem Bundesamt für den Datenschutz und die Informationsfreiheit rund 21 Millionen aktive Nutzer pro Monat, weltweit sogar über 1,5 Milliarden. Vor allem die AfD hat früh das Potential von Tiktok erkannt und nutzt es intensiv. Auch die Bundesregierung folgt diesem Trend und sieht in der Plattform eine wertvolle Ergänzung ihrer Kommunikationskanäle.

