Bundestag erwartet Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler
Sechs Monate nach dem Auseinanderbrechen der Ampel-Koalition steht Deutschland kurz vor der Bildung einer neuen Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz kandidiert am Dienstag im Bundestag für das Amt des Bundeskanzlers.
Trotz eines knappen Vorsprungs von nur zwölf Stimmen über die erforderliche Kanzlermehrheit von 316 Stimmen, gilt seine Wahl als sehr wahrscheinlich. Sollte die erste Abstimmung jedoch nicht den erhofften Erfolg bringen, stünden weitere Wahlrunden zur Verfügung.
Wird der Plan wie vorgesehen umgesetzt, sollen Merz und seine 17 Ministerinnen und Minister bis zum Nachmittag durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannt und später im Bundestag vereidigt werden. Mit dieser Ernennung tritt die fünfte schwarz-rote Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ihre Arbeit an.
Olaf Scholz, der scheidende Kanzler der SPD, plant, seine Amtsgeschäfte noch am selben Nachmittag an Merz zu übergeben. Bereits am Mittwoch stehen für Merz die ersten Antrittsreisen nach Paris und Warschau auf dem Programm.

