Bundesnetzagentur: Neue Frequenzen für Mikrofone
29. November 2010, 18:31 Uhr · Quelle: toptechnews.de
Die Tests laufen, erste Tarife stehen fest: der UMTS-Nachfolger LTE steht unübersehbar in den Startlöchern und die Netzbetreiber arbeiten mit Hochdruck am Ausbau der neuen Übertragungstechnologie. Was die bislang vom Breitband-Boom weitgehend abgekoppelte Landbevölkerung freut, sorgt insbesondere bei Mikrofonherstellern, Radio- und Fernsehsendern sowie Veranstaltern für Sorgenfalten. Bereits im Vorfeld der Frequenzauktion warnten diese vor den Folgen einer Neubelegung bestimmter Frequenzen, die auch bei der drahtlosen Sprachübertragung mit Mikrofonen verwendet werden. Nun hat die Bundesnetzagentur ihrem sogenannten Beirat Vorschläge über eine Neuordnung des Frequenznutzungsplans vorgelegt.
"Mit der anstehenden Aktualisierung können weitere Frequenzbereiche dienste- und technologieneutral genutzt werden", erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, den Entwurf. Dies trage zur Entbürokratisierung und weiteren Flexibilisierung der Frequenznutzung bei.
In den nächsten Wochen soll der Entwurf mit den betroffenen obersten Bundes- und Landesbehörden abgestimmt werden. Ab dem Frühjahr kommenden Jahres folgt eine öffentliche Anhörung unter Beteiligung aller Interessierten. Entsprechende Termine werden im Amtsblatt der Bundesnetzagentur sowie im Bundesanzeiger bekanntgegeben.
Flexibilisierung und Entbürokratisierung
Der Beirat besteht aus Mitgliedern des Bundestages sowie der Landesregierungen. Er tritt mindestens einmal vierteljährlich zu Sitzungen zusammen und soll die Arbeit der Bundesnetzagentur unterstützen sowie überwachen. Nach Angaben der Netzagentur habe das Gremium bereits seine Unterstützung der Pläne zugesagt."Mit der anstehenden Aktualisierung können weitere Frequenzbereiche dienste- und technologieneutral genutzt werden", erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, den Entwurf. Dies trage zur Entbürokratisierung und weiteren Flexibilisierung der Frequenznutzung bei.
"Veranstaltungsbranche kann nun ausweichen"
Stärker in den Fokus rücke dabei unter anderem der Richtfunk, dem neue Frequenzspektren zugewiesen werden sollen. Für Drahtlos-Mikrofone werde zudem der Teilbereich unterhalb von 790 Megahertz (MHz) reserviert. "Die Veranstaltungsbranche kann mit ihren drahtlosen Mikrofonen nun also umfangreich auf andere Frequenzen ausweichen", sagte Kurth.In den nächsten Wochen soll der Entwurf mit den betroffenen obersten Bundes- und Landesbehörden abgestimmt werden. Ab dem Frühjahr kommenden Jahres folgt eine öffentliche Anhörung unter Beteiligung aller Interessierten. Entsprechende Termine werden im Amtsblatt der Bundesnetzagentur sowie im Bundesanzeiger bekanntgegeben.

