Bundeskanzler Olaf Scholz erkennt Bedrohung von Wladimir Putin
Bundeskanzler Olaf Scholz erkennt laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Bedrohung, die von Kremlchef Wladimir Putin ausgeht. In einem Interview mit der ARD-Moderatorin Caren Miosga betonte Selenskyj, dass Scholz verstanden habe, dass Putin nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine, sondern auch für Deutschland sei. Er sei sich bewusst, dass Russland Deutschland immer näher rücken würde, wenn die Ukraine nicht unterstützt würde. Selenskyj betonte, Scholz habe das Risiko erkannt und sei sich seiner Verantwortung als einer der Leader im heutigen Europa bewusst. Der ukrainische Präsident äußerte den Wunsch, Scholz als Freund zu haben.
Selenskyj bedauerte jedoch, dass Deutschland nicht bereit ist, Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine zu liefern. Er nahm Scholz allerdings nicht in die Verantwortung, da die Entscheidung des Bundestags, die Lieferung mehrheitlich abzulehnen, ein deutliches Signal sei. Dennoch hofft der ukrainische Präsident auf eine neue Entscheidung in dieser Angelegenheit.
Enttäuscht zeigte sich Selenskyj darüber, dass Deutschland keine entscheidende Rolle bei der Besetzung der Krim im Jahr 2014 gespielt hat. Er betont, dass ein Deutschland verdient sei, das Russland an den Verhandlungstisch zwingt und deutlich macht, dass das Völkerrecht und die Werte nicht verletzt werden dürfen. (eulerpool-AFX)

