Bundesanleihen unter Druck: Verluste vertiefen sich
Die Talfahrt deutscher Bundesanleihen setzt sich fort. Der bedeutende Euro-Bund-Future verzeichnete bis Dienstagabend ein Minus von 0,11 Prozent und erreichte 129,47 Punkte. Gleichzeitig erhöhte sich die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,68 Prozent. Entwicklungen aus der Wirtschaft sowohl aus den USA als auch aus Deutschland hatten kaum Einfluss auf diese Entwicklungen.
In Deutschland überraschten die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im Mai mit einem stärkeren Anstieg als prognostiziert. Im Kontrast dazu verschlechterte sich jedoch die bereits schwache Bewertung der aktuellen Konjunktur weiter unerwartet. In den Vereinigten Staaten ging die Inflation zurück, was ebenfalls unerwartet war.
Christoph Balz, Analyst bei der Commerzbank, betonte, dass die Auswirkungen der Zölle momentan minimal erscheinen. Dennoch prognostiziert er, dass in den kommenden Monaten zollbedingt mit steigenden Preisen zu rechnen sei.
Die aktuelle Abschwächung des Preisauftriebs gibt Anlass zur Hoffnung, dass ein drohender Inflationsschock möglicherweise vermieden werden kann.

