Bürger steigert Produktion: Millioneninvestment in Maultaschenwerk

Der schwäbische Lebensmittelhersteller Bürger, bekannt für seine beliebten Maultaschen, setzt auf Wachstum und investiert kräftig in seine Produktionskapazitäten. In den kommenden drei Jahren fließen mehr als 70 Millionen Euro in den Ausbau des Werks in Crailsheim, darunter der Bau von vier neuen Produktionslinien für Teigwaren, der Aufbau einer hauseigenen Metzgerei sowie die Errichtung eines neuen Gebäudes. Am Stammsitz in Ditzingen nahe Stuttgart betont das Unternehmen die Bedeutung dieses Schritts: Der Umsatz aus dem Verkauf von Maultaschen, Spätzle, Schupfnudeln, Gnocchi und ähnlichen Produkten stieg im Vorjahr um rund 3 Prozent auf 312,8 Millionen Euro, was als 'solides Geschäftsjahr' bewertet wird, auch wenn keine Details zum Gewinn veröffentlicht wurden.
Martin Bihlmaier, Geschäftsführer von Bürger, bekräftigt das langfristige Engagement des Unternehmens trotz der Herausforderungen durch gestiegene Kosten, insbesondere für Eier. 'Wir sehen große Absatzchancen in Deutschland und investieren weiter', erklärt Bihlmaier. Bis 2025 sollen täglich rund 2,9 Millionen Maultaschen produziert werden, ein ehrgeiziges Vorhaben angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Bürger, ein mittelständisches Unternehmen mit einer breiten Marktaufstellung, generiert zwei Drittel seines Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel. Die übrigen 34 Prozent stammen aus Geschäften mit Großküchen, ausgewählten Industriekunden sowie der Hotellerie und Gastronomie. An den beiden Standorten in Ditzingen und Crailsheim beschäftigt der Marktführer für gekühlte Teigwaren in Deutschland über 1.300 Mitarbeiter.
Das 1934 von Richard Bürger in Stuttgart gegründete Unternehmen hat sich seit der Einführung der Maultaschenproduktion im Jahr 1963 stetig weiterentwickelt. Damals begann alles mit einer handgefertigten Tagesproduktion von etwa 1.000 Stück, bevor ein Jahr später die erste Maultaschen-Maschine in Betrieb genommen wurde.

