Brückensanierung legt zentrale Bahnstrecke zwischen Rheinland und Ruhrgebiet lahm
Wieder einmal bremst eine großangelegte Brückensanierung den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen aus. So wird die zentrale Verkehrsader zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet ganze vier Wochen lang zur Baustelle – ein Umstand, der insbesondere Pendler ins Schwitzen bringt. Von Freitagabend an müssen diese auf Ersatzbusse ausweichen, während Fernzüge weiträumig umgeleitet werden. Diese Maßnahmen betreffen Reisende weit über die Region hinaus, da sie eine der wichtigsten Bahnstrecken im Land treffen.
Bis zum 6. Februar sind alle Bahnverbindungen von Duisburg in Richtung Essen und Oberhausen stillgelegt. Schuld daran sind die Bauarbeiten an einer in die Jahre gekommenen Autobahnbrücke im Autobahnkreuz Kaiserberg, die eine Komplettsanierung erfordert. Bereits zum vierten Mal wird die Strecke für mehrere Wochen gesperrt, eine Wiederholung ist für die Herbstferien bereits angekündigt.
Fernreisende erwartet während der geplanten Bauzeit eine deutliche Einschränkung zwischen Düsseldorf und Essen, da keine Fernzüge verkehren. Derzeit gibt es stattdessen vereinzelte Zugverbindungen, wobei Bahnhöfe wie Duisburg und Oberhausen vollständig von Fernverbindungen abgeschottet sind. Verantwortlich für einige Verwirrung ist die spürbar reduzierte Anzahl der ICE-Halte in Städten wie Düsseldorf, Köln, Essen und Bochum. Von Düsseldorf und Köln fahren etwa Verbindungen nach Berlin häufig nur alle zwei Stunden.
Auch der Regionalverkehr bleibt nicht verschont. Auf rund einem Dutzend Linien kommt es zu Ausfällen oder Umleitungen. Ersatzbusse werden eingesetzt, die jedoch das Zeug haben, den Geduldsfaden der Reisenden merklich zu strapazieren. Die Deutsche Bahn rät daher allen Betroffenen, sich vorab im Online-Portal über ihre Reiseoptionen zu informieren.
Autofahrer hingegen dürfen sich entspannen – für sie bleibt der Verkehr nahezu unberührt. Nur vereinzelte Sperrungen sind am Wochenende 17. zu erwarten.

