Britische Konjunktur überrascht mit starkem Wachstum im Februar
Die britische Wirtschaft hat im Februar ein unerwartet starkes Wachstum verzeichnet und damit positive Impulse für die langfristigen konjunkturellen Aussichten geliefert. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes ONS stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent. Diese Entwicklung kommt durchaus überraschend, da zu Jahresbeginn noch eine Stagnation der Wirtschaftsleistung zu beobachten war. Von Analysten prognostiziert war lediglich ein moderates Plus von 0,1 Prozent, was die tatsächlichen Ergebnisse umso beeindruckender erscheinen lässt.
In Großbritannien werden die Wachstumszahlen monatlich erhoben und veröffentlicht, was einen schnelleren Einblick in ökonomische Trends erlaubt als in anderen großen Volkswirtschaften wie Deutschland, wo diese Daten quartalsweise veröffentlicht werden. Die britische Wirtschaft zeigte dabei in allen bedeutenden Sektoren Wachstumsimpulse, was zu einem insgesamt erfreulichen konjunkturellen Bild führt. Damit lässt die wirtschaftliche Entwicklung auf der Insel die größte Volkswirtschaft Europas, Deutschland, aktuell hinter sich.
Besonders hervorzuheben ist die industrielle Fertigung, die einen erheblichen Zuwachs von 1,5 Prozent im Monatsvergleich erzielte, obwohl sie im Januar noch um 0,5 Prozent gesunken war. Experten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, jedoch nur einen minimalen Anstieg um 0,1 Prozent vorausgesehen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Industrieproduktion ebenfalls um 0,1 Prozent zulegen, was die Marktanalysten, die einen Rückgang prophezeit hatten, überrascht.

