Brian Armstrong weist Vorwürfe gegen Bitcoin-Steuerbefreiung zurück

Brian Armstrong, CEO von Coinbase, hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Lobbyisten seines Unternehmens versuchen, eine Steuerbefreiung für Bitcoin (BTC) in Washington zu blockieren. Er bezeichnete die Anschuldigungen als „völlig falsch“.
Der Streit hat Bitcoin-Befürworter, Steueranwälte und Krypto-Lobbyisten auf den Plan gerufen und wirft ein Licht auf die breitere Debatte darüber, wen die größten Unternehmen der Krypto-Branche tatsächlich vertreten, wenn sie in den Fluren des Kongresses unterwegs sind.
Die Vorwürfe im Detail
Die Anschuldigungen wurden von Truth for the Commoner (TFTC), einem Bitcoin-fokussierten Medienkonto mit fast 100.000 Followern auf X, erhoben. Am 11. März behauptete TFTC, Coinbase habe den Gesetzgebern mitgeteilt, dass „niemand Bitcoin als Geld verwendet“ und dass eine BTC-Steuerbefreiung „zum Scheitern verurteilt“ sei.
Laut TFTC hat Coinbase ein finanzielles Motiv, die BTC-Steuerbefreiung abzulehnen. Das Konto behauptete, die Börse habe im letzten Jahr $1,35 Milliarden an Stablecoin-Einnahmen erzielt, wobei fast das gesamte Geld aus Zinsen auf US-Staatsanleihen stamme, die als Reserve für USDC gehalten werden.
TFTC deutete auch an, dass eine Steuerbefreiung, die BTC, aber nicht Stablecoins abdeckt, Bitcoin als Zahlungsoption attraktiver machen würde, was Nutzer von Coinbases ertragsgenerierendem Stablecoin-Ökosystem abziehen könnte.
Im letzten Jahr hatte die Senatorin von Wyoming, Cynthia Lummis, ein Gesetz zur Besteuerung digitaler Vermögenswerte eingeführt, das eine Steuerbefreiung für Krypto-Gewinne bei Transaktionen bis zu $300 vorsieht. Laut TFTC liegt die Obergrenze der Version des Repräsentantenhauses bei $200 und deckt nur Stablecoins ab.
Armstrong reagierte direkt auf die Vorwürfe gegen Coinbase und sagte:
“Not sure where you’re getting this misinformation (perhaps you can share?) but it’s totally false. I’ve spent a bunch of time lobbying for Bitcoin’s de minimis tax exemption, and will continue doing so.”
Der TFTC-Mitbegründer Mart Bent hielt jedoch dagegen und sagte Armstrong:
“I have sources that say otherwise, not you personally but your team and/or lobbyists.”
Er fragte auch, ob der Coinbase-Chef sich von dem Marktstrukturgesetz zurückziehen würde, wenn es keine Bitcoin-Steuerbefreiung enthielte, so wie er es Anfang des Jahres getan hatte, als er die Unterstützung für den CLARITY Act nach Meinungsverschiedenheiten über Stablecoin-Erträge zurückzog.
Eine komplexe politische Debatte
Der Steueranwalt Jason Schwartz, bekannt als „CryptoTaxGuy“ auf X, versuchte, etwas Kontext in den Austausch zwischen Armstrong und TFTC zu bringen.
Laut Schwartz könnten in der Diskussion vier verschiedene politische Ideen vermischt werden: eine persönliche Nutzungssteuerbefreiung, eine Gasgebührenbefreiung, eine Änderung der Stablecoin-Berichterstattung und ein Plan, Stablecoin-Gewinne und -Verluste als null zu betrachten.
Schwartz fügte hinzu, dass verschiedene Marktteilnehmer naturgemäß unterschiedliche Bestimmungen stärker unterstützen werden, und dies allein sollte nicht als Versuch einer Partei angesehen werden, eine andere Bestimmung zu „töten“.

