Brennstoffwechsel im iranischen Atomkraftwerk Buschehr: IAEA-Inspektoren vor Ort
Ein Team der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) hat kürzlich seine Arbeit im iranischen Atomkraftwerk Buschehr aufgenommen, um den Austausch des Brennstoffs zu überwachen. Diese Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit den iranischen Behörden und der russischen Regierung, die das Kraftwerk gemeinsam betreiben. Zurzeit sind Inspektionen der infolge israelischer Angriffe beschädigten Atomanlagen noch immer ausgesetzt, wie der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibadi gegenüber der Nachrichtenagentur Irna bestätigte.
Die Rückkehr der IAEA-Inspektoren nach Iran folgt auf eine Phase intensiver politischer Spannungen, die durch Angriffe auf Irans Atomanlagen seitens Israels und der USA ausgelöst wurden. Diese führten dazu, dass das IAEA-Team das Land vorübergehend verlassen hatte. Die Wiederzulassung der Inspektoren erfolgt kurz vor dem Ablaufen eines Ultimatums der europäischen Troika, bestehend aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Diese hatte dem Iran eine Frist bis Ende August gesetzt, um den Konflikt um das iranische Atomprogramm diplomatisch beizulegen. Im Fall eines Scheiterns drohte die Wiedereinführung vorheriger UN-Sanktionen.
Im Zentrum des Konflikts stehen Befürchtungen der internationalen Gemeinschaft, dass der Iran in seinen Anlagen in Natans und Fordo Material zur Herstellung von Atomwaffen produziert. Der Iran weist diese Vorwürfe vehement zurück und besteht darauf, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlicher Natur ist.

