Bosch treibt Stellenabbau voran: Zielmarke 13.000
Der renommierte Autozulieferer Bosch hat angekündigt, in den kommenden Jahren bis zu 13.000 Arbeitsplätze abzubauen, vor allem im Bereich Mobility an deutschen Standorten. Bis Ende des Jahrzehnts sollen die Maßnahmen greifen, um die Kosten im Unternehmen signifikant zu senken. Wie aus der Zentrale in Gerlingen bei Stuttgart verlautbart wurde, plant das Unternehmen erhebliche Anpassungen unter anderem an den Standorten in Stuttgart-Feuerbach, Schwieberdingen, Waiblingen sowie im saarländischen Homburg.
Bosch-Geschäftsführer Stefan Grosch betonte die Notwendigkeit dieser Einschnitte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Mobility-Sektor und verwies darauf, dass alle möglichen Maßnahmen zur Kostensenkung in Betracht gezogen würden. Der schmerzhafte Schritt des Stellenabbaus sei dabei unvermeidbar, um wirtschaftlich langfristig erfolgreich zu sein.
Die Reaktion der Gewerkschaft IG Metall ließ nicht auf sich warten. Frank Sell, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Mobility-Sparte, kritisierte den geplanten Stellenabbau scharf und forderte von Bosch, konkrete Zusagen zur Sicherung der deutschen Standorte zu machen. Ein großflächiger Abbau von Arbeitsplätzen sei ohne solche Zusagen nicht akzeptabel und gefährde das Vertrauen in das Unternehmen.
Die Automobilindustrie hat Bosch in den letzten Jahren stark zugesetzt, wobei mehrere Stellenabbauprogramme bereits seit Ende 2023 laufen. Laut Unternehmensangaben besteht seit Anfang des letzten Jahres Bedarf zum Abbau von 9.000 Stellen allein in Deutschland. Die Reduzierung der jährlichen Kosten im Mobility-Bereich um 2,5 Milliarden Euro ist ein klares Ziel, wie aus verschiedenen Interviews mit der Unternehmensführung hervorging.
Trotz eines leichten Rückgangs im Umsatz der Zuliefersparte im vergangenen Jahr auf 55,8 Milliarden Euro und sinkender Mitarbeiterzahlen, rechnet Bosch für das laufende Geschäftsjahr mit moderatem Wachstum. Ende 2024 beschäftigte der Konzern weltweit fast 417.900 Menschen, in Deutschland waren es etwa 129.600, davon über 70.000 im Bereich Mobility.

