Borderlands 4: „Unspielbar“ auf PC? CEO-Warnung und die wahre Geschichte
Wenige Tage vor dem mit Hochspannung erwarteten Start von Borderlands 4 glich die PC-Gaming-Community einem Pulverfass. Ein einzelner Preview-Artikel schlug ein wie eine Schockgranate und sprach von einer drohenden Performance-Katastrophe. Die Rede war von massiven Rucklern und einer instabilen Bildrate, selbst auf potenter Hardware und bei niedrigsten Grafikeinstellungen. Der Aufschrei in den sozialen Medien war gewaltig, die Sorge um eine mangelhafte PC-Portierung machte die Runde. Inmitten dieses digitalen Sturms meldete sich dann eine Person zu Wort, die Öl ins Feuer zu gießen schien: Gearbox-CEO Randy Pitchford persönlich, mit einer Botschaft, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten war.
Die unmissverständliche Ansage des CEOs
In einer direkten, kaum zu missverstehenden Replik auf die aufkeimende Kritik stellte Pitchford klar, dass die Erwartungshaltung für Spieler mit Hardware unterhalb der Mindestanforderungen simpel sei: Das Spiel werde schlicht unspielbar sein. Dass es überhaupt auf einem solchen System laufe, sei bereits ein kleines Wunder. Er betonte die enorme technische Komplexität der neuen, nahtlosen Welt von Borderlands 4 und zog den altbekannten, aber wahren Schluss, dass ältere Hardware eben nicht für die neuesten AAA-Titel gemacht sei. Mit dem Hinweis, dass der geplante Day-One-Patch noch eine Menge an der Performance-Schraube drehen werde, beendete er sein Statement, das von vielen als schroffe Abfuhr empfunden wurde.
Die überraschende Wendung: Ein defektes Netzteil
Doch die Geschichte, die wie ein klassisches PR-Desaster begann, nahm eine unerwartete und für alle Beteiligten lehrreiche Wendung. Der Autor des ursprünglichen Artikels, Scott Duwe von Destructoid, meldete sich mit einem entscheidenden Update zu Wort. Sein System, das mit einem Core i7-12700K und einer RTX 3070 die Mindestanforderungen eigentlich locker erfüllte, hatte ein heimtückisches Problem. Wie sich herausstellte, war ein defektes Netzteil der wahre Übeltäter. Nach dem Austausch der fehlerhaften Komponente präsentierte sich das Spielerlebnis in einem völlig neuen Licht. Die gravierendsten Probleme waren verschwunden, und das Spiel lief nun mit stabilen 58 bis 61 Bildern pro Sekunde.
Was dein Rechner wirklich braucht
Der anfängliche Skandal entpuppte sich somit als falscher Alarm, verursacht durch eine unglückliche Verkettung von Umständen. Was jedoch bleibt, ist die unumstößliche Tatsache, dass Borderlands 4 ein technisches Schwergewicht zu werden verspricht. Die offiziell bestätigten Spezifikationen untermauern dies eindrucksvoll. Für ein spielbares Erlebnis werden mindestens ein Core i7-9700 oder Ryzen 7 2700X, 16 GB RAM und eine RTX 2070 oder RX 5700 XT verlangt. Wer die volle Pracht der neuen Welt genießen will, sollte laut Empfehlung sogar auf einen Core i7-12700 oder Ryzen 7 5800X, 32 GB RAM und eine RTX 3080 oder RX 6800 XT setzen. Das kurze Drama hat also zumindest eines bewirkt: Es hat uns eindrucksvoll auf die nächste Generation des Looter-Shooter-Wahnsinns vorbereitet.
Borderlands 4
Borderlands 4 ist ein chaotischer Looter-Shooter, vollgepackt mit Milliarden Waffen, unglaublichen Feinden und heftiger Koop-Action. Entkomme einem gefährlichen versteckten Planeten als einer von vier Badass-Kammer-Jägern.


