Börsenjubel in London und Madrid: Indizes klettern auf Rekordhöhen
Die Anleger an den europäischen Börsen freuten sich am Dienstag über beeindruckende Rekorde. Der britische FTSE 100, liebevoll "Footsie" genannt, und der spanische Leitindex Ibex 35 erreichten neue Bestmarken. Besonders beeindruckend war die Entwicklung in Madrid, wo ein Rekord geknackt wurde, der seit fast zwei Jahrzehnten unübertroffen geblieben war. Der Rest der europäischen Märkte zeigte sich hingegen zögerlicher. Die meisten Indizes verzeichneten im Vergleich zum vorherigen Handelsschluss leichte Verluste.
Marktexperte Andreas Lipkow bemerkte, dass die engen Handelsspannen bei Indizes wie dem EuroStoxx 50 und dem Dax auf die abwartende Stimmung der Marktteilnehmer hinweisen. Diese Woche steht im Zeichen bedeutender Zinsentscheidungen: Am Mittwoch werden die Leitzinsen in den USA von der Fed bekannt gegeben, gefolgt von den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan am Donnerstag. Analyst Christian Henke von IG Markets betonte, dass dieses Trio an Notenbankentscheidungen das derzeit in den Hintergrund tretende Handelsabkommen zwischen den USA und China in den Schatten stelle.
Der EuroStoxx 50 beendete den Tag mit einem leichten Minus von 0,12 Prozent und schloss bei 5.704,35 Punkten, nachdem er am Vortag noch ein Rekordhoch verzeichnet hatte. Der "Footsie" hingegen setzte seine positive Entwicklung fort und erreichte einen Tageshöchststand von 9.727 Punkten, bevor er mit einem Plus von 0,44 Prozent bei 9.696,74 Punkten aus dem Handel ging. In Spanien überschritt der Ibex 35 erstmals die Marke von 16.100 Punkten und schloss mit einem Anstieg von 0,54 Prozent bei 16.087,00 Punkten.
Unterdessen schwächelte der schweizerische SMI, der aufgrund erheblicher Kursverluste in der Pharmabranche, insbesondere von Novartis, mit einem Minus von 1,34 Prozent und einem Schlussstand von 12.360,15 Punkten aus dem Handel ging.

