BlackRock-Analysten sagen großen Bitcoin-Anstieg voraus, da US-Gesetzgebung Stablecoins stärkt
Kürzlich haben Führungskräfte von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter und einem führenden Emittenten von börsengehandelten Kryptowährungsfonds (ETFs), einen bedeutenden Trend auf dem Kryptowährungsmarkt identifiziert, insbesondere für Bitcoin (BTC).
Sie prognostizieren einen bedeutenden Anstieg, ausgelöst durch jüngste gesetzliche Entwicklungen in den USA, wie die Unterzeichnung des GENIUS Act. Sie sind der Meinung, dass diese Entwicklungen die Rolle von Stablecoins als Schlüsselakteure in der Zukunft digitaler Zahlungen stärken.
Neues regulatorisches Umfeld für Stablecoins
Zentral in der Analyse von BlackRock steht der kürzlich verabschiedete GENIUS Act, der darauf abzielt, einen umfassenden Rahmen für Stablecoins als Zahlungsmittel zu schaffen.
Stablecoins, digitale Token, die an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gebunden sind, gewinnen bei traditionellen Finanzunternehmen, die ihre Transaktionen modernisieren möchten, erheblich an Bedeutung und könnten die Dominanz des Dollars auf den globalen Märkten festigen.
Obwohl ihr derzeitiger Marktanteil bei etwa 7% liegt – was etwa 250 Milliarden $ entspricht – zeigt die schnelle Einführung von Stablecoins seit 2020 eine wachsende Akzeptanz innerhalb der Finanzlandschaft.
Der GENIUS Act definiert Stablecoins als Zahlungsmittel statt als Anlageprodukte, was Bestimmungen enthält, um Zinszahlungen zu verbieten und die Emission auf staatlich regulierte Banken und ausgewählte Nichtbanken zu beschränken.
Dieser regulatorische Rahmen soll ein tokenisiertes Ökosystem schaffen, das sich auf den US-Dollar konzentriert, und den Zugang für Nutzer in Schwellenländern erleichtern, während es aufgrund des Verbots von Zinszahlungen die Akzeptanz in großen Volkswirtschaften möglicherweise einschränkt.
Der Act spezifiziert zudem die Art der Vermögenswerte, die Stablecoin-Emittenten in Reserve halten können, vorwiegend bestehend aus Rückkaufsvereinbarungen, Geldmarktfonds und US-Schatzwechseln mit kurzer Laufzeit.
Bemerkenswert ist, dass große Stablecoin-Emittenten wie Tether (USDT) und Circle (USDC) derzeit über 120 Milliarden $ in Schatzwechseln halten, was jedoch nur einen kleinen Bruchteil der ausstehenden US-Schatzwechsel darstellt.
BlackRock optimistisch bezüglich Bitcoins Potenzial
In den Kommentaren von BlackRock wird auch angedeutet, dass, während die Nachfrage nach Schatzwechseln mit dem Wachstum des Stablecoin-Marktes steigen könnte, die Gesamtwirkung auf die Renditen begrenzt sein könnte.
Dies liegt daran, dass wahrscheinlich eine Verschiebung von Mitteln aus ähnlichen Vermögenswerten stattfindet, anstatt eine erhebliche neue Nachfrage zu erzeugen. Außerdem könnte die Neigung des US-Finanzministeriums, die Ausgabe kurzfristiger Schuldtitel zu erhöhen, um anhaltende Haushaltsdefizite zu adressieren, den Aufwärtsdruck auf die Renditen dämpfen.
Über die Grenzen der USA hinaus ergreifen auch andere Regionen Maßnahmen zur Regulierung von Stablecoins. Hongkong implementiert neue Regelungen zur Förderung von Innovationen im Bereich Stablecoins, während Europa das Konzept eines digitalen Euro erkundet, jedoch mit Einschränkungen zum Schutz traditioneller Banken.
Sollten andere Nationen zinstragende Stablecoins zulassen oder digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) verfolgen, könnte die Rolle des US-Dollars im Handelsfinanzwesen gefährdet sein, so die Experten, was die USA dazu veranlassen könnte, ihre Haltung zu Zinszahlungen zu überdenken.
Da digitale Vermögenswerte zunehmend allgemeine Akzeptanz finden, deutet die Kombination aus regulatorischer Unterstützung und Rückendeckung der US-Administration auf eine Zukunft hin, in der Bitcoin und Stablecoins eine bedeutendere Rolle in den Finanzsystemen spielen werden.
BlackRock bleibt optimistisch hinsichtlich des Potentials von Bitcoin als eigenständigem Renditetreiber und als wichtiger Vermögenswert in diversifizierten Anlageportfolios.

