Bitcoins: Zu risikoreich oder lukrative Wertanlage?

06. Februar 2022, 09:10 Uhr · Quelle: klamm.de

Bitcoins erfreuen sich heute nach wie vor großer Beliebtheit. Immerhin stellen diese die Kryptowährung mit der beachtlichsten Wertentwicklung dar. Es ist aktuell noch immer möglich, mit dem Kauf dieser Währung Gewinne zu erzielen. Allerdings sollten Sie sich nicht kopflos in ein solches Vorhaben stürzen. Bedenken Sie, dass es sich bei Bitcoin um eine stark spekulative Geldanlage handelt - obendrein unterliegt sie keiner Regulation. Es sind damit Schwankungen jederzeit möglich. Bevor Sie also eine Investition tätigen, sollten Sie sich mit der virtuellen Währung eingehend befassen. Und diesbezüglich dient Ihnen dieser Beitrag als Hilfestellung. Hier können Sie sich mit den Vor- und Nachteilen von Bitcoin vertraut machen.

Worum handelt es sich bei Bitcoin eigentlich?

Zum ersten Mal wurde der Begriff im Jahr 2008 erwähnt. Und zwar erfolgte dies im Rahmen eines Skripts von Satoshi Nakamoto - die Identität des Verfassers ist übrigens bis heute nicht geklärt. Daraus entstand die Kryptowährung, die ein digitales Zahlungsmittel darstellt. Es lassen sich Bitcoins also nicht auf Papier drucken oder in einer anderen Form physisch darstellen. Zu Beginn wurde die Währung auf 21 Millionen Coins limitiert. Es ist aber durchaus möglich, einen Coin einem Million Mal aufzuspalten - dadurch ergibt sich bei der Geldanlage und vor allem bei den steigenden Preisen für die Kryptowährung großer Spielraum.

Um die Kryptowährung zu lagern, ist der Besitz einer E-Wallet erforderlich. Es handelt sich hierbei um eine elektronische Geldbörse, die der Lagerung von Bitcoin dient. Mittlerweile stehen Anlegern die Wallets in verschiedenen Ausführungen - also als Soft- oder Hardware - zur Verfügung. Mit hohen Ausgaben ist die Anschaffung des Produkts übrigens nicht verbunden.

Die rasante Kursentwicklung mach Bitcoin zu einer interessanten Geldanlage

Einen Namen machte sich die Kryptowährung vor allem durch ihren rasanten Kursanstieg. Den ersten Höhenflug legte sie 2011 hin - damals war ein Bitcoin zum ersten Mal einen US-Dollar wert. Es wurden dadurch auch die Medien vermehrt auf die virtuelle Währung aufmerksam. Ab diesem Zeitpunkt war Bitcoin in aller Munde, was einen weiteren Kursanstieg bewirkte. Im Jahr 2017 erreichte die Kryptowährung schließlich ihr Allzeithoch, wobei der Coin einen Wert von 20.000 US-Dollar hatte. Der ursprünglich investierte Betrag der Anleger stieg damit um das Millionenfache an.

Diese Tatsache zeigt auf, dass sich mit Bitcoin in nur kurzer Zeit vergleichsweise hohe Gewinne erzielen lassen. Auch die Limitierung der Coins macht diese Investitionsmöglichkeit wertvoll. Allerdings birgt die Währung auch Risiken, wobei Kurseinbruche auch zum Totalverlust des Ersparten führen können. Anleger sollten sich dessen immer bewusst sein und niemals ihr gesamtes Erspartes in die Währung investieren.

Die Vorteile von Bitcoin - diese Aspekte machen sie für Anleger attraktiv

In diesem Kapitel wird auf die positiven Eigenschaften der Kryptowährung eingegangen. Immerhin hat es durchaus Gründe, weshalb sich immer mehr Investoren für Bitcoin entscheiden:

  • Die Zahl der Bitcoins ist limitiert
    Die Anzahl der Bitcoins wird 21 Millionen nicht überschreiten. Die Kryptowährung hat für viele Anleger Seltenheitswert und ist dadurch interessant. Sind einmal alle Coins geschürft, ist davon auszugehen, dass der Wert der Geldanlage stark ansteigt. Es kann sich aus diesem Grund auf jeden Fall lohnen, in Bitcoins zu investieren.
  • Mittlerweile gilt Bitcoin als Krisenwährung
    Bitcoin wird heute nicht nur als virtuelles Zahlungsmittel eingesetzt. Die Coins fungieren heute auch als Krisenwährung, da keine Abhängigkeit zu Banken gegeben ist. Kommt es also zu einer Entwertung des Geldes, bleiben Besitzer der Kryptowährung nach wie vor zahlungsfähig. Das Vermögen der Anleger wird so in Krisen vor einem kompletten Wertverlust bewahrt. Allerdings sollten sich Anleger beim Erwerb von Bitcoin stets bewusst sein, dass der Kurs jederzeit seine Richtung ändern kann.
  • Bitcoin ist ein klassisches Zahlungsmittel
    Heute ist es mit Bitcoin durchaus möglich, Einkäufe zu bezahlen. Mittlerweile lassen sich Waren mit dieser Währung in etlichen Online Shops erstehen - dies gilt vor allem für den nordamerikanischen Raum. Doch derzeit hegen viele Regierungen den Wunsch, Bitcoin als Zahlungsmittel zu regulieren, was vor allem am vergleichsweise großen Missbrauchspotenzial der virtuellen Währung liegt. In der Vergangenheit wurden die Coins immerhin nicht selten zum Erwerb illegaler Ware verwendet. Es sollten Anwender in diesem Kontext außerdem bedenken, dass sie für den Handel mit Bitcoin einen stabilen Internetzugang brauchen - eine physische Transaktion ist nicht möglich.
  • Die virtuelle Währung ist für den Handel geeignet
    Zu guter Letzt ist es mit Bitcoin möglich, durch einen geschickten Handel Gewinne zu erzielen. Und dafür werden die Coins selbst gekauft und verkauft. Dies findet an speziellen Börsen im Internet statt. Dort melden sich User an, um schließlich Bitcoin gegen Euro zu tauschen. Der Preis wird hier von Angebot und Nachfrage bestimmt. Um die Kryptowährung nach dem Kauf lagern zu können, braucht es die erwähnte E-Wallet. Für diese Art von Handel stehen Interessenten bereits mehrere Plattformen zur Verfügung. Auf Portalen wie bitcoins pro ist übrigens auch automatisiertes Trading möglich.

Die Nachteile von Bitcoin im Überblick

Der Bitcoin-Kurs ist laut Experten nicht nachhaltig. Es sind Kursanstiege oftmals nur von kurzer Dauer, wobei es bald wieder zu einem Wertabsturz kommt. Dies liegt daran, dass die virtuelle Währung - anders als beispielsweise Gold und Aktien - nicht mit einem Wert hinterlegt ist. Der Kurs wird also alleine durch Angebot und Nachfrage bestimmt, wobei er keine fixe Basis hat. Es lässt sich auch die zukünftige Entwicklung des Bitcoin-Werts nicht zu 100 Prozent abschätzen. Zwar existieren mittlerweile viele Prognosen, aber auch sie können nicht mit vollständiger Sicherheit voraussagen, welche Richtung die Kryptowährung in Zukunft einschlägt.

Diesem Aspekt sollten sich Anleger bewusst sein. Aus diesem Grund dürfen Investoren niemals mehr als 10 Prozent ihres Vermögens in Bitcoin anlegen. So bleiben sie einerseits finanziell flexibel und andererseits schützen sie sich so vor monetären Engpässen.

Fazit - Investitionen in Bitcoin sind mit Bedacht zu tätigen

Wenn Sie Ihr Geld in Bitcoin investieren wollen, sollten Sie sich im Vorfeld mit der Thematik und mit den Eigenschaften der Kryptowährung auseinandersetzen. Machen Sie sich mit den Vor- und Nachteilen derselben vertraut. Überlegen Sie sich außerdem, ob diese Form der Geldanlage Sie Ihren finanziellen Zielen näher bringt.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Bitcoin die richtige Wahl für Sie ist, sollten Sie sich an einen Experten wenden. Mittlerweile gibt es Fachkräfte, die Sie unverbindlich beraten und Ihnen bei der Suche nach der passenden Geldanlage zur Seite stehen. Auf diese Weise können Sie eine gut durchdachte Entscheidung treffen.

Finanzen / Bitcoin
06.02.2022 · 09:10 Uhr
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