Bitcoin verharrt in kritischer Stresszone: On-Chain-Daten warnen vor möglichem Tiefpunkt

Bitcoin bewegt sich weiterhin in einer Spanne zwischen $60.000 und $70.000, wobei der volatile Handel die Angst vor einem weiteren Kursrückgang widerspiegelt. Neue Daten heben das Risiko hervor, das sich in der Nähe der Realized Price-Bänder von kurzfristigen Haltern aufbaut.
Hochrisiko- und Hochchancen-Zone
Laut Alphractal handelt Bitcoin derzeit in einem engen Bereich, der durch den Realized Price von kurzfristigen Haltern definiert ist. Der Kurs bewegt sich zwischen wichtigen Unterstützungs- und Widerstandsniveaus. In den letzten Wochen hat BTC die Abweichungsbänder von -1σ und -1,5σ genau eingehalten.
Frühere Fälle zeigen, dass, wenn der Krypto-Asset unter das untere blaue Abweichungsband fällt, der Markt typischerweise eines von zwei Ergebnissen sieht: Entweder die Bildung eines lokalen Tiefpunkts oder eine tiefere Kapitulationsphase, gefolgt von einer Akkumulation. Diese Abweichungsbänder haben in mehreren Marktzyklen als natürliche Unterstützung und Widerstand fungiert. Das -1,5σ-Niveau hat wiederholt Perioden maximalen Stresses dargestellt, in denen der Verkaufsdruck von kurzfristigen Haltern zunimmt und langfristige Teilnehmer beginnen zu akkumulieren.
Vor diesem Hintergrund hoher Belastung bei kurzfristigen Haltern weist Alphractal-Gründer Joao Wedson auf eine längerfristige Kennzahl hin, die darauf hindeuten könnte, dass der Markt noch nicht an einem historischen Wendepunkt ist. Die Net Unrealized Profit/Loss (NUPL)-Kennzahl für langfristige Halter, die verfolgt, ob die widerstandsfähigsten Investoren auf nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten sitzen, steht derzeit bei 0,36. Das bedeutet, dass langfristige Halter trotz der jüngsten Volatilität weiterhin im Gewinn sind.
Bei Betrachtung vergangener Zyklen fand Wedson heraus, dass das klarste Signal für das Ende eines Bärenmarktes erst dann auftaucht, wenn diese Kennzahl negativ wird, ein Zustand, der mit extremer Pessimismus und Erschöpfung der Verkäufer verbunden ist. Solche Phasen haben das Ende von Bärenmärkten markiert, nicht den Beginn eines neuen Bullenzyklus.
Miner reduzieren Börsenexposition
Während Bitcoin in der Nähe kritischer Stressniveaus handelt, zeigen weitere On-Chain-Daten, dass Miner ihre Positionierung angesichts des anhaltenden Marktdrucks anpassen. Daten von CryptoQuant zeigen eine signifikante Veränderung im Verhalten der Miner, da seit Anfang Februar mehr als 36.000 Bitcoin von Börsen abgezogen wurden.
Das Tempo der Abhebungen hat sich im Vergleich zu den Vormonaten beschleunigt, was auf Änderungen in den Haltestrategien oder im Liquiditätsmanagement hinweist. Von dieser Gesamtmenge wurden über 12.000 BTC von Binance abgezogen, während mehr als 24.000 BTC auf andere Börsen verteilt wurden, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um eine isolierte Aktivität handelt. Solche Bewegungen sind typischerweise mit Transfers in langfristige Lagerung verbunden, da Miner Vermögenswerte von Börsen in Cold Wallets verschieben und das sofortige Verkaufsangebot reduzieren.
Tägliche Abhebungen erreichten über 6.000 BTC, das höchste Niveau seit November, und übertrafen die Werte vom Januar deutlich. Dies deutet darauf hin, dass sich Miner angesichts der aktuellen Marktunsicherheit neu positionieren könnten.

