Bitcoin unter Druck: Handelsstreit belastet Kryptowährungen
Die derzeitige Unsicherheit an den Finanzmärkten hat den Bitcoin-Kurs am Freitag auf Talfahrt geschickt. Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, in einem anhaltenden Handelskonflikt mit der Europäischen Union Strafzölle von bis zu 50 Prozent in Betracht zu ziehen. Dies veranlasste Anleger, verstärkt auf sichere Anlageformen zu setzen, während risikoreichere Investments, wie die Kryptowährung Bitcoin, an Attraktivität einbüßten.
Nach einem Rekordhoch von 112.000 Dollar am Donnerstag fiel der Bitcoin-Kurs am Nachmittag auf knapp unter 108.000 Dollar. Die Krypto-Märkte hatten zuvor Auftrieb erhalten durch die Aussicht auf eine weniger restriktive Regulierungsstrategie seitens der USA. In der Wochenmitte erzielte der Bitcoin mit über 110.000 Dollar ein neues Allzeithoch seit dem Amtsantritt Trumps am 20. Januar, als er die vorherige Bestmarke übertroffen hatte.
Der Bitcoin hatte sich noch im April – inmitten verschärfter Spannungen im Handelskonflikt mit China – bis auf etwa 74.000 Dollar abgeschwächt. Doch Verbesserungen in den Handelsgesprächen zwischen Peking und Washington stabilisierten den Markt in jüngster Zeit wieder. Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 2,16 Billionen Dollar hält der Bitcoin souverän die Spitzenposition unter den Kryptowährungen, die insgesamt auf etwa 3,4 Billionen Dollar taxiert werden.

