Bitcoin: Schwache Basis für mittelfristigen Ausbruch laut Cost-Basis-Daten

Die On-Chain-Analysefirma Glassnode hat hervorgehoben, dass Bitcoin während der jüngsten Konsolidierungsphase nur eine relativ dünne Akkumulationszone gebildet hat.
Schwache Akkumulation bei kurzfristigen Bitcoin-Inhabern
In einem neuen Beitrag auf X hat Glassnode den aktuellen Trend in der Cost Basis Distribution (CBD) von Bitcoin bei kurzfristigen Inhabern analysiert. Die CBD zeigt, wie viel Angebot zu verschiedenen Preisniveaus in der Geschichte von BTC gekauft wurde.
Die CBD der kurzfristigen Inhaber (STHs) verfolgt speziell das Angebot, das in den letzten 155 Tagen erworben wurde. Aufgrund des kurzen Zeitrahmens dünnen die Angebotscluster auf dem Indikator im Laufe der Zeit aus, entweder weil die Coins zu anderen Preisniveaus bewegt werden oder weil sie in die Kategorie der langfristigen Inhaber (LTH) übergehen, die über die 155-Tage-Grenze hinausgeht.
Laut Glassnode hat sich im November ein großes Angebotscluster bei den damaligen Tiefstpreisen gebildet, was auf eine erhebliche Akkumulation als Reaktion auf den Markteinbruch hindeutet. Diese dichte Angebotszone fungierte als Unterstützungspolster für den Vermögenswert und stabilisierte ihn in einer Konsolidierungsphase. Letztendlich kehrte jedoch der bärische Trend zurück und der Preis fiel deutlich unter das Cluster, was bedeutet, dass alle darin enthaltenen Tokens nun im Minus sind.
Zusätzlich zu der starken Angebotszone am unteren Ende der Spanne führte die Konsolidierungsphase von November bis Januar auch zu einer gewissen Auffüllung höherer Niveaus mit Angebot. Diese Akkumulation war nicht so stark wie bei den Tiefstständen, zeigte jedoch, dass Coins aktiv den Besitzer wechselten.
In letzter Zeit hat sich Bitcoin in eine weitere Phase der Seitwärtsbewegung stabilisiert. Aus dem Chart geht jedoch hervor, dass es diesmal weder eine starke Kaufreaktion bei Kursrückgängen noch den Aufbau eines signifikanten Angebotsclusters gegeben hat.
Dennoch war der Kauf nicht vollständig abwesend, da einige Angebote beginnen, ihre Kostenbasis innerhalb der Zone zu finden. „Ein Akkumulationscluster bildet sich im Bereich von $62.000 bis $72.000“, bemerkte Glassnode. „Allerdings ist seine Intensität im Vergleich zu früheren Phasen, die nachhaltigen Expansionen vorausgingen, bescheiden.“
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Angebotszone in naher Zukunft entwickeln wird. Derzeit bleibt die Grundlage für einen mittelfristigen Ausbruch laut der Analysefirma dünn.
Bitcoin-Kurs
Zum Zeitpunkt des Schreibens wird Bitcoin bei etwa $71.100 gehandelt, was einem Anstieg von fast 5 % in der vergangenen Woche entspricht.

