Bitcoin kämpft: Wechselvolle Tage an den Krypto-Märkten
Die jüngste Talfahrt des Bitcoins setzte sich am Montag fort und brachte die beliebte Kryptowährung zeitweise auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten. Auf der Handelsplattform Bitstamp jagte der Kurs auf bis zu 74.532 Dollar in die Tiefe, was einem Rückgang von über 20.000 Dollar seit dem vergangenen Donnerstag entspricht. Doch im Laufe des Tages konnte sich der Bitcoin etwas stabilisieren und wurde zuletzt bei 77.800 Dollar gehandelt.
Hintergrund dieser turbulenten Entwicklung sind die jüngsten Kursgewinne des US-Dollars, die dem Bitcoin unerwarteten Druck bescherten. Analog zu den Bewegungen bei den Edelmetallen begann die Talfahrt, nachdem US-Präsident Donald Trump verkündete, Kevin Warsh als möglichen Nachfolger des Fed-Vorsitzes für Jerome Powell in Betracht zu ziehen. Diese Nachricht sorgte für Unsicherheiten, ob es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der US-Geldpolitik kommen wird.
Timo Emden von Emden Research erklärt, dass der Markt darauf spekuliere, Warsh könnte als nicht-Trump-geneigter Fed-Chef wahrgenommen werden, sondern als unabhängiger Akteur mit starker Glaubwürdigkeit. Diese Personalie deuten Anleger offenbar als Zeichen für einen potenziell restriktiveren Kurs der Notenbank, was sich negativ auf Risikoanlagen wie den Bitcoin auswirken könnte. Zusätzlich herrscht laut Emden ein 'Cocktail der Unsicherheit' an den Märkten, geprägt von geldpolitischen Unwägbarkeiten und geopolitischen Spannungen, die die Risikofreude der Investoren erheblich dämpfen.

