Bitcoin im Aufwind nach US-Wirtschaftsdaten: Erwartungshaltung auf Fed-Zinsentscheidung steigt
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA sorgten für eine rege Bewegung im Kryptomarkt. Bitcoin legte zu, nachdem das Bureau of Labor Statistics einen Rückgang des Erzeugerpreisindexes um 0,1% im August vermeldete. Diese Entwicklung weist darauf hin, dass der Druck auf Produzenten, ihre Preise zu erhöhen, abnimmt, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche erhöht.
Zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung verzeichnete Bitcoin in der letzten Stunde einen Anstieg von etwa 0,5% und notiert über 114.000 US-Dollar, was einem Plus von 2,3% gegenüber der Vorwoche entspricht. Ethereum profitierte ebenfalls leicht von den Daten, mit einem Zuwachs von 0,2% in der Stunde nach Veröffentlichung, laut Preisaggregator Coingecko.
Auf der Plattform Myriad zeigen Nutzer ebenfalls gesteigerten Optimismus, dass Bitcoin im September über 105.000 US-Dollar bleiben wird. Noch am Wochenende sahen 72% der Nutzer des Prognosemarktes darin eine realistische Möglichkeit.
Dennoch bleibt das Inflationsgespenst nicht gebannt. Der Kern-Erzeugerpreisindex, der Nahrungsmittel, Energie und Handel ausschließt, stieg um 0,3% im Monatsvergleich - der höchste Anstieg seit März - und hebt die jährliche Kernrate auf 2,8%. Dies deutet auf anhaltende Preisdruckspitzen hin.
James Toledano, Chief Operating Officer bei Unity Wallet, äußerte gegenüber Decrypt, dass der kommende Verbraucherpreisindex, der den Fokus auf die tatsächlich gezahlten Preise legt, neue Bewegungen im Markt auslösen könnte. Er erklärte, dass niedrigere als erwartete Verbraucherpreisdaten oft Optimismus auslösen und die Kryptomärkte beflügeln, während höhere Werte zu Rückgängen führen können.
Toledano wird zudem den Crypto Fear & Greed Index genau im Auge behalten, um die Stimmung der Händler vor dem nächsten Treffen des Federal Open Markets Committee zu erfassen. Mit der bevorstehenden Entscheidung zur Zinspolitik der Fed erwarten 88% der Investoren laut dem CME FedWatch Tool eine Senkung um 25 Basispunkte, während 12% mit einer aggressiveren Senkung um 50 Basispunkte rechnen.

