Bitcoin-Hashrate-Erholung deutet auf nächste Rallye hin, sagt Experte
Der ehemalige CEO von CoinRoutes, Dave Weisberger, argumentiert in einem Beitrag vom 23. Februar, dass die Erholung der Bitcoin-Hashrate Anfang 2026 mehr als nur eine Erholung des Mining-Zyklus darstellt. Sie könnte ein verzögertes Signal für eine bevorstehende breitere Preisbewegung sein. Sein Hauptargument ist, dass staatlich gebundenes Mining für Bitcoin eine ähnliche strukturelle Rolle spielt wie der Goldkauf durch Zentralbanken für Gold vor dessen Preisanstieg.
Weisberger zieht einen Vergleich zum jüngsten Goldzyklus, bei dem die staatliche Akkumulation der Preisfindung um Jahre vorausging. Der entscheidende Hinweis war nicht die Nachfrage nach ETFs oder der Einzelhandelsfluss, sondern die stetige Aufstockung der Reserven durch Zentralbanken angesichts geopolitischer Fragmentierung und Bedenken hinsichtlich Fiat-Risiken.
„The result? A parabolic gold rally that few saw coming in real time,“ schrieb er. „Gold has surged to record highs well north of $5,000/oz in this cycle, leaving the ‘it’s just inflation’ crowd scrambling. The buying came first. The price discovery followed later.”
Warum die Erholung der Bitcoin-Hashrate die nächste Rallye signalisiert
Weisberger wendet dieses Rahmenwerk auf Bitcoin an und verweist auf eine „lehrbuchmäßige V-förmige Erholung“ der Netzwerk-Hashrate Anfang 2026. Nach einem starken Rückgang von etwa 15 % bis 20 % von früheren Höchstständen erholte sich die Rechenleistung von unter 900 EH/s auf über 1 ZH/s, begleitet von einem der größten absoluten Schwierigkeitsanstiege in der Geschichte von fast 15 %.
Für Weisberger ist diese Erholung nicht nur eine Normalisierung nach Stresssituationen wie Wintereinschränkungen, regionalen Abschaltungen und Margenkompression nach der Halbierung. Er argumentiert, dass sie das Eingreifen einer anderen Klasse von Minern widerspiegelt. „This isn’t random noise. It is the direct footprint of sovereign mining stepping in where private miners hesitated,“ schrieb er.
Ein zentraler Punkt in Weisbergers Beitrag ist die Behauptung, dass mindestens 13 Staaten nun auf staatlicher oder staatlich verbundener Ebene Bitcoin minen (gestützt durch VanEck-Forschung). Er nennt Bhutan, die VAE und El Salvador sowie Russland, Iran und Äthiopien als Länder, die Energiequellen für das Mining einsetzen.
„These are not retail or even corporate miners chasing daily hashprice,“ schrieb er. „These are governments converting stranded or strategic energy into a portable, verifiable, seizure-resistant reserve asset. They mine for policy reasons: revenue without printing more local currency, network security in which they hold a direct stake, and positioning in a world where financial sovereignty matters.”
Weisberger argumentiert, dass staatliche Miner mit anderen Zwängen als private Miner operieren: längere Zeithorizonte, andere Kapitalkosten und weniger Bedarf, die Produktion bei Marktschwäche zu verkaufen. In diesem Rahmen wird das staatliche Mining zu einem Mechanismus, um neu ausgegebene BTC direkt in langfristige Bestände aufzunehmen, den Verkaufsdruck zu verringern und gleichzeitig die Netzwerksicherheit zu stärken.
Weisberger beschreibt die Erholung der Hashrate ausdrücklich als verzögerten, nicht gleichzeitigen Indikator, da die Expansion des staatlichen Minings Hardwarebeschaffung, Energiekontrakte, Infrastrukturaufbau und politische Genehmigungen erfordert. Diese Prozesse verlaufen langsam, oft in Zeiten, in denen die Preisentwicklung flach oder korrektiv erscheint.
Er argumentiert, dass diese Abfolge die Marktstruktur ändern kann, bevor der Preis dies widerspiegelt: stärkere Sicherheit, engere Ausgabe-Flüsse und breitere Validierung von Bitcoin als Reserve-Asset statt als rein spekulatives Vehikel. Sein Fazit ist eindeutig: „The hashrate recovery isn’t just technical resilience. It is a sovereign signal flashing bright. Governments are voting with energy infrastructure and balance sheets.”
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der BTC-Kurs bei $63,209.

