Bitcoin erholt sich auf $70.000, da Spannungen im Iran-Konflikt nachlassen

Bitcoin hat sich nach einem Rückgang am Wochenende, der durch US-israelische Angriffe auf den Iran und einen Anstieg der Energiepreise ausgelöst wurde, wieder auf etwa $70.000 erholt.
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Diese Erholung folgt auf Äußerungen von Präsident Donald Trump, der signalisierte, dass der Iran-Konflikt "sehr bald" gelöst werden könnte. Dies führte zu steigenden Aktienmärkten und sinkenden Ölpreisen, was auch den Bitcoin-Kurs beeinflusste. Der Preis für Brent-Rohöl fiel um mehr als 7% auf etwa $91 pro Barrel, nachdem er zuvor einen Höchststand von $119,50 erreicht hatte.
Richard Galvin, Mitbegründer des Hedgefonds DACM, erklärte, dass Trumps jüngste Äußerungen möglicherweise auf ein schnelleres Ende des Iran-Konflikts hinweisen, als der Markt erwartet hatte. Er warnte jedoch, dass das Risiko besteht, dass der Markt Trumps Aussagen falsch interpretiert oder dass eine der beteiligten Parteien die Spannungen weiter eskalieren könnte.
On-Chain- und Derivatdaten deuten darauf hin, dass der durch den Krieg verursachte Stress nachlässt, anstatt eine neue Bärenphase einzuleiten. Glassnode beschreibt die Erholung als "vorsichtige Anzeichen einer Verbesserung", da das offene Interesse an Futures und der Kauf von Perpetuals wieder zunehmen, während sich die Preise im Bereich von hohen $60.000 bis niedrigen $70.000 stabilisieren.
Analystenmeinungen
Analysten, die die Kapitalflüsse beobachten, argumentieren, dass das Iran-Ereignis eher einem scharfen Positions- und Liquiditätsschock als einem strukturellen makroökonomischen Regimewechsel gleicht. Daten von CryptoQuant zeigten einen Anstieg der auf Börsen transferierten Coins und eine erhöhte Volatilität um den 28. Februar herum, gefolgt von einer schnellen Normalisierung, als sich der Bitcoin-Kurs Anfang März wieder erholte.
ETF-Zuflüsse bleiben ein wichtiger Faktor. US-Spot-Produkte verzeichneten starke Nettozuflüsse in den Tagen, in denen Bitcoin sich in Richtung und über $70.000 erholte, was darauf hindeutet, dass Institutionen bei Schwäche kauften, anstatt ihre Positionen abzubauen. Gleichzeitig deuten Finanzierungs- und Short-Liquidationen darauf hin, dass späte Bären unter Druck gerieten, als die Preise wichtige psychologische Marken zurückeroberten.
Bitcoin als "Digitales Gold" und Risikoverhalten
Dies ist nicht das erste Mal, dass Kriegsnachrichten Bitcoin erschüttern, aber das jüngste Verhalten unterscheidet sich von der Panik zu Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs. Bei früheren Iran-bezogenen Schocks verzeichnete BTC größere prozentuale Rückgänge und anhaltende Volatilitätsspitzen; diesmal fiel die Kryptowährung kurzzeitig auf die niedrigen $60.000, bevor sie sich innerhalb weniger Tage wieder über $70.000 erholte.
Einige Makro- und On-Chain-Analysten sehen darin eine Unterstützung für die sich langsam entwickelnde "Digitales Gold"-Erzählung, da Bitcoin sich besser hielt als einige Aktien und sogar bestimmte traditionelle Absicherungen während des jüngsten Energieschocks. Andere betonen, dass Kryptowährungen insgesamt immer noch als hochvolatiles Risikoasset gehandelt werden, was sich in synchronen Bewegungen mit Aktien bei den ersten Kriegsängsten und einer starken Rotation in klassische sichere Häfen wie Gold bei maximaler Angst zeigt.
Unabhängig von der allgemeinen Stimmung auf dem Kryptomarkt bleibt eine Tatsache bestehen: Der Markt bewegt sich immer noch mit der Geschwindigkeit menschlicher Angst bei geopolitischen Unruhen, nicht umgekehrt.

