Bitcoin: Ein Zeichen der Stärke im Sturm der Konsolidierung
In einer Zeit, in der sich die Preisschwankungen von Bitcoin stabilisieren, sieht Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, hierin ein Zeichen der Stärke und nicht der Schwäche. Laut Saylor befindet sich der Markt in einer Konsolidierungsphase, in der langfristige Investoren Teile ihrer Bestände verkaufen, während Großanleger sich auf erhebliche Allokationen vorbereiten. Im Gespräch mit Natalie Brunell in ihrem Podcast "Coin Stories" hob Saylor hervor, dass Bitcoin im Jahresvergleich um 99% gestiegen ist – ein Zeichen für abnehmende Volatilität, das positiv zu bewerten sei.
Saylor vergleicht die aktuelle Marktentwicklung mit Mitarbeitern eines wachstumsstarken Start-ups, die Aktienoptionen liquidieren, um persönliche Bedürfnisse zu finanzieren. Dies sei keine Abkehr vom Glauben an Bitcoin, sondern ein natürlicher Fortschritt auf dem Weg zur Reife, der den Weg für Unternehmen und große Fonds ebne, sobald die Volatilität abnimmt. Er entkräftete auch die Bedenken, dass Bitcoins fehlende Cash-Flows es traditionellen Anlagen unterlegen machten, indem er Parallelen zu werthaltigen, aber einkommenslosen Vermögenswerten wie Land, Gold oder Kunst zog.
Ein zentrales Thema des Gesprächs war Strategy's Vorstoß, Kreditmärkte zu transformieren, indem Bitcoin als Sicherheit genutzt wird. Saylor stellte konventionelle Anleihen als "renditeschwach" dar und argumentierte, dass Bitcoin-unterlegte Instrumente strukturiert werden könnten, um höhere Renditen bei geringerem Risiko zu bieten.
Seine Beschreibung der Produktsuite des Unternehmens – darunter Strike, Strife, Stride und Stretch – zeigt, wie man Investoren Renditen von bis zu 12% bieten kann, während diese stark überbesichert sind. Dadurch würde Bitcoin cashflowähnliche Eigenschaften erhalten und sowohl in Kredit- als auch in Aktienindizes aufgenommen werden, was die institutionelle Akzeptanz erhöhen könnte.
Zudem erklärte Saylor, warum Strategy bislang nicht im S&P 500 gelistet ist, obgleich das Unternehmen nun dank Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften dafür qualifiziert wäre. Er zeigte sich zuversichtlich, dass eine Aufnahme in absehbarer Zeit erfolgen wird, ähnlich wie es bei Tesla der Fall war.
Saylor sieht das Wachstum von Bitcoin-Treasury-Unternehmen als ähnlich revolutionär wie die Anfänge der petrochemischen Industrie und prognostiziert, dass Bitcoin über die nächsten zwei Jahrzehnte jährlich im Durchschnitt um 29% an Wert zulegen wird. Dies würde die Entwicklung neuer Kredit- und Aktieninstrumente anfeuern. Optimistisch schloss er mit der Hoffnung, dass Bitcoin mehr Frieden, Gerechtigkeit und Fairness in die Gesellschaft bringen wird.

