Bitcoin bleibt trotz Potenzial durch Quantenrisiken am Boden

Der On-Chain-Analyst Willy Woo hat festgestellt, dass der langjährige Anstieg des Bitcoin-Werts im Vergleich zu Gold ins Stocken geraten ist. Er führt dies auf eine Unterbrechung eines Trends zurück, der mehr als ein Jahrzehnt andauerte.
Woo argumentiert, dass dies zeitlich mit dem Aufkommen des Quantencomputings zusammenfällt, das bei Bitcoin-Entwicklern auf das Radar kam, sowie mit dem Quantum Bitcoin Summit. Diese Veränderung habe die Markteinschätzung über die Zukunft von Bitcoin beeinflusst.
Quantenangst und verlorene Coins
Berichten zufolge sind etwa 4 Millionen BTC effektiv aus dem Umlauf, da ihre Schlüssel verloren sind. Diese Zahl ist bedeutend, da seit 2020 institutionelle Käufer und Spot-ETFs fast 3 Millionen BTC vom Markt genommen haben.
Sollten einige dieser verlorenen Coins durch leistungsstarke Quantenmaschinen wiederhergestellt werden, könnte das Angebot in einer Weise steigen, die die Märkte nicht ignorieren können. Woo schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Netzwerk-Hard-Forks, der wiederhergestellte Coins einfriert, auf 25 %.
12 YR TREND BROKEN.
BTC should be a valued a LOT HIGHER relative to gold.
Should be. IT’S NOT.
The valuation trend broke down once QUANTUM came into awareness.
Don’t read this post if you want to stay high on hopium instead of seeing things as they are. pic.twitter.com/Qa2YKDlRMp
— Willy Woo (@willywoo) February 16, 2026
Woo schätzt, dass der sogenannte Q-Day — der Zeitpunkt, an dem Quantenmaschinen die heutige Kryptographie bedrohen könnten — in etwa fünf bis 15 Jahren erreicht sein könnte. Märkte warten jedoch nicht immer auf ein Ereignis, bevor sie es einpreisen.
Makroökonomische Faktoren begünstigen derzeit Gold
Berichten zufolge treiben breitere Finanzzyklen große Kapitalströme in traditionelle Sachwerte. Langfristige Schuldenzyklen werden oft von Bewegungen in vermeintlich sichere Häfen begleitet.
Staatliche Fonds und große Investoren investieren verstärkt in Gold, während Bitcoin stagniert. Das Ergebnis: Gold steigt, während Bitcoin zurückbleibt, und diese Lücke versuchen Analysten wie Woo zu erklären.
Wer sagt, dass es keine Quantenpanik ist?
Die Quantenängste rund um Bitcoin werden nicht von allen geteilt. Blockstream-CEO Adam Back hat erklärt, dass die Bedrohung weit entfernt und oft übertrieben sei. Er argumentiert, dass Bitcoin seine Kryptographie durch Netzwerk-Konsens aktualisieren könne, sollte das Quantencomputing weit genug fortschreiten, um die aktuelle Verschlüsselung herauszufordern. Seiner Ansicht nach hat das System Zeit, sich anzupassen, bevor echter Schaden entsteht.
Der bekannte Bitcoin-Bildungsreferent und Autor Andreas Antonopoulos hat ebenfalls widersprochen und darauf hingewiesen, dass Quantencomputer Banken, Regierungen und das gesamte Internet betreffen würden — nicht nur Bitcoin. Er argumentiert, dass globale Sicherheitsstandards lange vor einer einzigartigen Krise für Bitcoin gestärkt würden, was die aktuelle Sorge als verfrüht erscheinen lässt.
Dennoch verweist Woo auf ungewöhnliche Bewegungen, einschließlich Aktivitäten von frühen Bitcoin-Inhabern. Berichten zufolge haben einige Wallets aus der Satoshi-Ära in den letzten 12 Monaten Transfers verzeichnet, und dieses Verhalten kann die Marktsentiments schnell ändern. Manchmal reichen wenige große Bewegungen aus, um die Preise wochenlang zu beeinflussen.
Bitcoin und Gold: Auseinanderdriftende Wege inmitten von Marktvolatilität
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird Bitcoin (BTC) bei $68.700 gehandelt, was auf Marktvolatilität aufgrund der Unfähigkeit hinweist, das letztjährige Hoch von etwa $126.000 zu halten.
Gold hingegen wird aufgrund von Unsicherheiten am Markt bei etwa $4.950 pro Unze gehandelt. Bitcoin gilt weiterhin als spekulativer Vermögenswert, während Gold als traditioneller Wertspeicher angesehen wird, so einige Analysten.
Der Korrelationskoeffizient zwischen Bitcoin und Gold ist relativ schwach, fast bis zu dem Punkt, dass er nicht vorhanden ist, was darauf hindeutet, dass diese beiden Vermögenswerte nicht korreliert sind und tendenziell unabhängig voneinander bewegen.

