Biogen und Eisai: Fortschritte beim Alzheimer-Medikament Lecanemab in Deutschland
Das kürzlich auf den deutschen Markt gebrachte Alzheimer-Medikament Lecanemab von Biogen und Eisai zeigt erste Fortschritte in der Behandlung. Patienten in Deutschland haben bereits mit der neuartigen Therapie begonnen, wie die Präsidentin der Deutschen Hirnstiftung, Kathrin Reetz, berichtet. In renommierten Einrichtungen wie der Charité in Berlin kommt das Präparat bereits zum Einsatz.
Lecanemab unterscheidet sich von bisherigen Alzheimer-Medikamenten dadurch, dass es nicht nur die Symptome, sondern die zugrundeliegenden Krankheitsprozesse adressiert. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf in frühen Stadien um einige Monate zu verzögern. Eine vollständige Heilung bleibt allerdings weiterhin unerreichbar, und ein Heilmittel ist noch nicht in Sicht.
Die Anwendung von Lecanemab erfordert eine sorgfältige und zeitintensive Prüfung der Patienten, da viele Kriterien erfüllt werden müssen, bevor eine Behandlung beginnen kann. Dazu gehört insbesondere eine aktuelle MRT-Bildgebung. Überraschenderweise ist das Medikament schneller verfügbar als ursprünglich angenommen, was den Prozess etwas beschleunigt. Lieferengpässe sind laut Reetz bisher nicht aufgetreten.
Neben Lecanemab hat die EU-Kommission kürzlich auch Donanemab zugelassen, ein weiteres Medikament mit einer ähnlichen Wirkweise. Die Verfügbarkeit von Donanemab wird jedoch noch einige Monate in Anspruch nehmen.
Insgesamt profitieren derzeit nur wenige der etwa 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten in Deutschland von diesen neuen Therapieansätzen, da diese nur in bestimmten frühen Krankheitsstadien anwendbar sind.

