Biden plant Blockade von Nippon Steels Übernahme von US Steel
US-Präsident Joe Biden beabsichtigt, das 14,1 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot von Nippon Steel für United States Steel zu verhindern. Dies geht aus Aussagen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen hervor. Der geplante Deal wird derzeit vom Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) geprüft. Noch bevor eine offizielle Entscheidung bekannt gegeben wird, soll Biden den Vorschlag ablehnen.
Die Aktien von US Steel brachen im Zuge dieser Entwicklungen um 24 Prozent im New Yorker Handel ein. Die Washington Post berichtete erstmals über Bidens Pläne.
Ein möglicher Rückschlag der Übernahme könnte rechtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen. Biden steht seit langem hinter der Ansicht, dass US Steel, ein ikonisches Unternehmen aus Pittsburgh, weiterhin in amerikanischer Hand bleiben sollte. Diese Haltung teilt auch Vizepräsidentin Kamala Harris, die sie kürzlich bei einer Veranstaltung in Pittsburgh bekräftigte. Ebenso sprach sich der Republikaner Donald Trump, Bidens Herausforderer bei der kommenden Präsidentschaftswahl, gegen die Übernahme aus.
Der Mangel an Präzedenzfällen für eine solche Blockade ist bemerkenswert. Befürworter des Angebots von Nippon Steel argumentieren, dass die USA ein Gebot aus einem verbündeten Land wie Japan nicht abweisen sollten, zumal dies die Konkurrenzfähigkeit gegenüber China erhöhen könnte.
Sollte die Übernahme scheitern, steht das Schicksal von US Steel auf der Kippe. Das Unternehmen warnte, dass ein Scheitern Tausende von Arbeitsplätzen gefährden und zu einer Neuausrichtung weg von einigen traditionellen Hochöfen in Pennsylvania führen könnte. Zudem könnte sogar ein Umzug des Hauptsitzes aus Pittsburgh in Betracht gezogen werden.

