Biden Bereitet Blockade von Nippon Steel's Übernahme von U.S. Steel Vor
Die geplante Übernahme des amerikanischen Stahlproduzenten U.S. Steel durch die japanische Nippon Steel steht vor dem Scheitern. Präsident Joe Biden bereitet sich darauf vor, die Transaktion mit einem Volumen von 15 Milliarden Dollar aus Gründen der nationalen Sicherheit zu blockieren, wie aus Informationen mehrerer vertrauter Quellen hervorgeht.
Das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) untersucht momentan die Übernahme und hat Bedenken hinsichtlich möglicher Risiken angemeldet. Ein Beamter des Weißen Hauses sagte gegenüber der Times, dass CFIUS noch keine Empfehlung an den Präsidenten übermittelt habe, was der nächste Schritt im Verfahren sei.
CFIUS, das von Finanzministerin Janet L. Yellen geleitet wird, setzt sich aus Mitgliedern der Ministerien für Auswärtiges, Verteidigung, Justiz, Handel, Energie und Heimatschutz zusammen. Besonders im Wahljahr wird die Transaktion sowohl von der Biden-Administration als auch von Abgeordneten kritisch beäugt. Befürchtet wird, dass durch den Verkauf Arbeitsplätze und Produktionen ins Ausland verlagert werden könnten. Auch die Gewerkschaft der Stahlarbeiter ist strikt gegen den Deal und sieht die Entwicklung als entscheidend für Pennsylvania, einen wichtigen Swing-State bei Präsidentschaftswahlen.
Präsident Biden sowie der ehemalige Präsident Donald J. Trump hatten sich bereits zuvor dafür ausgesprochen, dass U.S. Steel in amerikanischer Hand bleiben sollte. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris bekräftigte am Wochenende diese Position.
Nach der Berichterstattung durch die Washington Post und die Financial Times fielen die Aktien von U.S. Steel am Mittwoch um 23 Prozent. Ein Sprecher von Nippon Steel lehnte es ab, Stellung zu beziehen, während U.S. Steel keine sofortige Antwort auf Anfragen gab.
Mitarbeiter von U.S. Steel, die den Deal befürworten, veranstalteten am Mittwoch eine Kundgebung am Hauptsitz des Unternehmens. In einer Erklärung betonte David B. Burritt, CEO von U.S. Steel, die Vorteile der Transaktion und die unabwendbaren Konsequenzen eines Scheiterns.
Rechtsexperten für internationale Fusionen und Übernahmen warnten, dass eine Blockade des Deals politisch motiviert erscheine und Amerikas Ruf als offener Markt Schaden zufügen könnte.
John Kabealo, ein Anwalt aus Washington, der sich auf grenzüberschreitende Transaktionen spezialisiert hat, kommentierte: "Die USA werden jegliche Glaubwürdigkeit verlieren, zu argumentieren, dass Regulierungsmechanismen für ausländische Direktinvestitionen weltweit nicht politisiert werden sollten."
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