Besuch in Heimatstadt Krywyj Rih: Selenskyj gedenkt der Opfer und betont Notwendigkeit der Luftabwehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kürzlich den Schauplatz eines verheerenden Raketenangriffs in seiner Heimatstadt Krywyj Rih besucht, der eine Woche zuvor 19 Menschenleben forderte. Die Tragödie in einem gewöhnlichen Stadtteil, der von Wohnhäusern und zivilen Gebäuden umgeben ist, verdeutlicht laut Selenskyj die Geringschätzung Russlands für Menschenleben.
In einem berührenden Moment legte Selenskyj auf einem Spielplatz einen Plüschteddybären nieder und ehrte die Opfer mit Blumen an provisorischen Gedenkstätten nahe einer Schule. Besonders tragisch: Unter den Opfern befanden sich neun Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 17 Jahren.
Während einer Besprechung mit Militärs und der Regionalverwaltung stand die Stärkung der Luftabwehr im Fokus des Präsidenten. Er hob hervor, dass seit Jahresbeginn über 2.000 Luftangriffe in der Region Dnipropetrowsk verzeichnet wurden – fast doppelt so viele wie im selben Zeitraum des Vorjahres.
Selenskyj würdigte zudem den Einsatz der Soldaten bei einem Besuch im örtlichen Militärkrankenhaus, wo er Auszeichnungen für deren Tapferkeit verlieh. Der unermüdliche Verteidigungskampf der Ukraine gegen die russische Invasion dauert bereits seit über drei Jahren an.

