Berlin prüft Aufrüstung mit Präzisionswaffen aus den USA
Deutschland zeigt Interesse am Erwerb der hochmodernen Präzisionswaffe Typhon aus den Vereinigten Staaten, die mit einer beachtlichen Reichweite von rund 2000 Kilometern Raketen abschießen kann. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verdeutlichte bei seinem Besuch in Washington, dass diese landgestützten Plattformen zur Abschreckung und Verteidigung dienen sollen und verschiedene gesteuerte Raketen über flexible Distanzen verschießen können.
Während des Gesprächs mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wurde das Anliegen Deutschlands positiv aufgenommen, auch wenn die endgültige Entscheidung über den Kauf noch aussteht. Diese Reichweite der angefragten Systeme übertrifft die bisherigen Kapazitäten Europas erheblich und könnte auch strategisch bedeutende Ziele in Russland erreichen, wie Pistorius betonte.
Der Besuch markierte Pistorius' ersten offiziellen USA-Auftritt seit der Regierung von Präsident Donald Trump, wobei er das Augenmerk auf die Steigerung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas legte. Gleichzeitig bleiben Fragen bezüglich der früher geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden unter der neuen US-Regierung unbeantwortet.

