Berkshire Hathaway unter Druck: Aktivisten fordern KI-Aufsicht
Ein Aktionär von Berkshire Hathaway fordert die Einrichtung eines Komitees unabhängiger Direktoren, um die Risiken der künstlichen Intelligenz (KI) in den zahlreichen Unternehmen des Buffett-Konglomerats zu überwachen. Die in London ansässige Aktivistengruppe Tulipshare reichte hierzu einen Vorschlag für die Hauptversammlung am 3. Mai ein. Tulipshare warnt vor möglichen Gefahren durch unsachgemäße Nutzung von KI, darunter Datenlecks, Verletzungen der Privatsphäre, Betriebsstörungen und Menschenrechtsverletzungen. Die Unternehmensgröße und der Einfluss von Berkshire in vielen Branchen verschaffen dem Konzern eine einzigartige Gelegenheit, eine Führungsrolle in der KI-Governance zu übernehmen.
Obwohl Berkshire noch nicht auf die Anfrage um Stellungnahme reagiert hat, zeigt sich, dass die Einführung solcher Komitees auf Widerstand stößt. Warren Buffett, der 14,4% der Berkshire-Anteile besitzt und über 30,2% der Stimmrechte verfügt, hat in der Vergangenheit ähnliche Vorschläge weitgehend abgelehnt. Er argumentiert, dass die dezentrale Struktur des Unternehmens viele Geschäftsbereiche in Ruhe arbeiten lässt. Ein früherer Vorschlag, ein Komitee zur Sicherheitsüberwachung der BNSF-Eisenbahn zu schaffen, erhielt lediglich 3,6% der Stimmen.
Warren Buffett, der seit 1965 das Unternehmen leitet, ist bekannt für seine zurückhaltende Haltung gegenüber Berichten oder der Schaffung von unabhängigen Ausschüssen. Berkshire Hathaway, mit Sitz in Omaha, Nebraska, betreibt eine Vielzahl von Geschäften, darunter Geico Autoversicherung, Berkshire Hathaway Energy, Brooks Sports, See's Candies sowie zahlreiche andere Industrie- und Einzelhandelsunternehmen. Zusätzlich investiert das Unternehmen in Aktien wie Apple und Amazon.com, welche auch im Portfolio von Tulipshare zu finden sind.

