Beiersdorf: Konservativer Optimismus trotz gedämpfter Prognose
Der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf erlebt Herausforderungen im Hautpflegesegment: Im dritten Quartal musste die Umsatzprognose für 2025 nach unten korrigiert werden. Die renommierte Marke Nivea zeigt sich weiterhin angeschlagen. Konzernchef Vincent Warnery legt den Fokus auf Portfolioanpassungen und innovative Produkte, um dem entgegenzuwirken.
Trotz eines jährlichen Kursverlusts von etwa 23 Prozent verzeichnete die Beiersdorf-Aktie an der Börse ein Plus von einem Prozent. RBC-Expertin Wassachon Udomsilpa zeigte sich wenig überrascht von der Performance im letzten Quartal, da diese im Rahmen der Erwartungen lag. JPMorgan-Analystin Celine Pannuti hingegen blickt mit Zuversicht auf das vierte Quartal und erwartet eine Beschleunigung des Geschäfts.
Für das laufende Jahr passt Beiersdorf nun die Prognose an und erwartet ein organisches Umsatzwachstum von circa 2,5 Prozent, nach zuvor prognostizierten etwa 3 Prozent. Das Ziel für die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) liegt weiterhin leicht über dem Vorjahreswert von 13,9 Prozent. Der Umsatz des Unternehmens lag im Zeitraum Januar bis September bei 7,54 Milliarden Euro, was den Erwartungen der Analysten entsprach.
Nach Bereinigung um Wechselkurse und Portfolioveränderungen stieg der Umsatz organisch um zwei Prozent. Besonders stark wuchsen die Derma-Marken Eucerin und Aquaphor mit 12,3 Prozent, während La Prairie einen organischen Rückgang um 7,2 Prozent verzeichnete, jedoch im dritten Quartal wieder anstieg. Auch die Klebstoffsparte konnte um zwei Prozent zulegen. Besonders das Geschäftsfeld Elektronik, allen voran in der Asien-Pazifik-Region, stach als Wachstumstreiber hervor, während das Automobilsegment sich weiterhin in einem herausfordernden Umfeld bewegt.

